THW: Grundausbildung am Rechner

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Lintorf. Die nächste Runde der Grundausbildung beim Technischen Hilfswerk (THW) am Hülsenbergweg startet online. Insgesamt 25 Ratinger haben sich in den vergangenen Monaten gemeldet und wollen sich ehrenamtlich engagieren. Die Corona-Pandemie macht die Durchführung aber nicht einfach, sodass Online-Unterricht das Mittel der Wahl ist. Im Vorfeld wurden die einzelnen Lernabschnitte geprüft, inwieweit eine Durchführung von Teilen der Ausbildung digital umsetzbar ist. Diese Punkte werden nun vorgezogen. Sobald es die Lage wieder zulässt, folgen dann die praktischen Teile, sodass im Sommer eine Prüfung abgelegt werden kann.

Lange haben die Helferanwärter darauf gewartet. Nun steht das Konzept für die nächste Grundausbildung. Aufgrund der Corona-Pandemie war der für Herbst geplante Start der Grundausbildung verschoben worden. Mittlerweile hat das Team um den Ausbildungsbeauftragten Michael Peetz ein Konzept erarbeitet, wie die Grundausbildung zumindest vorerst starten kann. Online-Unterricht ist derzeit unumgänglich. Die technischen Gegebenheiten mussten getestet werden, die Ausbildungsunterlagen mussten für die Online-Variante angepasst und von den praktischen Teilen abgegrenzt werden.

Mit der ersten Auftaktveranstaltung läuft die Ausbildung nun wieder an. Um allen die Chance zur Teilnahme zu geben, werden alle Themen zwei Mal unter der Woche abends angeboten. So können trotz Schichtarbeit oder den herausfordernden privaten Umständen alle teilnehmen. Die Ausbildung findet an zwei Abenden jede Woche statt. Dabei werden die Themen immer in zwei aufeinander folgenden Wochen ausgebildet. Dieses System wird solange aufrechterhalten, bis ein Dienst mit persönlichem Kontakt wieder möglich sein wird. Auch Konzepte für diese Szenarien sind vorbereitet oder in der Planung. Die Prüflinge können dann im Sommer die Prüfung ablegen.

Von den insgesamt 25 Helfern sind acht ehemalige Mitglieder der THW-Jugend. Andere sind über den Bundesfreiwilligendienst zum THW gekommen. Ebenfalls einen hohen Anteil hat der Effekt der Marketingkampagne. Somit ist die diesjährige Grundausbildung die größte der letzten Jahre.

„25 Helferanwärterinnen und Anwärter – das ist beeindruckend! Wir finden es toll, dass sich so viele Menschen bei uns ehrenamtlich engagieren wollen“, freut sich der Ortsbeauftragte Gerhard Gärtner. „Jeder wird eine passende Aufgabe im THW finden. Ob als Ausgleich zum stressigen Beruf mit praktischem Anteil im Technischen Zug oder indem das Wissen aus dem Beruf in der Verwaltung eingebracht wird.“

Eine ehrenamtliche Mitwirkung im THW ist kostenlos. Die komplette persönliche THW-Bekleidung und -Ausstattung sowie die Kosten für Ausbildung, Lehrgänge und auch Verpflegung werden vom THW getragen. Alle Helfer sind zudem gesetzlich unfallversichert.

Foto: THW/Sebastian Vogler

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