Thorsten Domeyer: Auf dem Rad durch die Staaten

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Duisburg/Essen. 20 Jahre Triathlon sind genug für Thorsten Domeyer. Laufschuhe und Schwimmsachen hat der 51-Jährige an den Nagel gehängt. Jetzt braucht er nur noch sein Rad. „Ich träume davon, beim ältesten und längsten Rennen der USA mitzufahren.“ Neben seinem Job als technischer Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen (UDE) tritt er deshalb jeden Tag kräftig in die Pedale.

Thorsten Domeyers Traum heißt „Race across America”. Das ultralange Radrennen wird den Duisburger von der Westküste bis zur Ostküste der Vereinigten Staaten führen – wenn er sich qualifiziert. In seinem Alter heißt das: 1100 Kilometer ohne Unterbrechung in unter 50 Stunden zu bewältigen. Das will er im Sommer schaffen, beim „Race across Germany“.

„Seit einem halben Jahr fahre ich auf verschiedenen Strecken rund 500 bis 600 Kilometer in der Woche und starte bald mit den Nachtfahrten, bei dem mich mein Team mit dem Auto begleitet“, so Domeyer. Fünf Helfer unterstützen ihn beim Projekt Traumverwirklichung und kümmern sich um Transport, Wartung, Reparatur und Verpflegung während des Wettbewerbs. Doch der erfahrene Triathlet muss noch weitere Sponsoren finden. Denn der Sport ist teuer: Domeyer muss allein für die Teilnahme am „Race across Germany“ tief in die Tasche greifen und rund 7000 Euro für die Startgebühr, Ersatzmaterial, spezielle Sportkleidung und Verpflegung, Hotelübernachtungen und Kosten für zwei Begleitautos locker machen.

Tausend Kilometer sind es von Flensburg bis Garmisch-Partenkirchen, die er in einer Tour zurücklegen muss. Nicht zu vergessen die rund 7500 Höhenmeter, die auch noch bewältigt werden wollen. Dass er leistungsstark, diszipliniert und ausdauernd ist, hat Domeyer als 16-maliger Ironman-Teilnehmer längst bewiesen – und als Mitarbeiter. Seit 30 Jahren arbeitet er im Technischen Versorgungsdienst der Uni. „Durch die flexible Arbeitszeit konnte ich mein Hobby immer sehr gut mit meinem Beruf verbinden.“ In all den Jahren drückten die Kollegen die Daumen. „Jetzt hoffen sie, dass ich mir meinen amerikanischen Traum erfüllen kann.“

Foto: Thomas Melchert

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