Tomathose – eine unterschätzte Volkskrankheit

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Lintorf. Eine weitgehend unbekannte Krankheit greift immer stärker um sich. „Dabei ist Tomathose nicht zu unterschätzen“, sagt Professor Heinz Kaetschab. Der renommierte Mediziner aus Pittsburgh/USA mit deutschen Vorfahren schätzt, dass rund zehn Millionen Deutsche an Tomathose erkrankt sind. Insofern könne man für Deutschland durchaus von einer Volkskrankheit sprechen, sagt der Amerikaner.

„Die Symptome sind unauffällig“, erklärt Professor Kaetschab. Nur wenige niedergelassene Ärzte würden Angstzustände, Schweißausbrüche und Essstörungen mit Tomathose in Verbindung bringen.

„Die Krankheit ist nicht tödlich,“ so Kaetschab. Auch würden die Erkrankten eigentlich gar nicht unter der Erkrankung leiden. „Aber manchmal werden sie von ihren Zeitgenossen gehänselt“, weiß der Wissenschaftler aus eigener Erfahrung. Für tomathöse Patienten seien das dann oft sehr schwierige Situationen.

Andreas Preuß, Lintorfer Schützenchef, hat Tomathose. „Heute weiß ich, dass ich seit meiner Geburt an der Krankheit leide.“ Anfang des Jahres war er bei der englischen Spezialistin Toma ten Mark in Liverpool. Nach aufwändigen Untersuchungen fällte sie die niederschmetternde Diagnose: Tomathose. Die Ärztin riet dem Schützenchef dringend, seine Ernährung zu ändern und sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.

„Für mich ist vor allem wichtig, dass Tomathose nicht ansteckend ist“, so Preuß. Zwar scheine es eine genetische Veranlagung zu geben, die vielleicht auch vererbbar sein könne. „Aber bisher zeigen meine Kinder keinerlei Anzeichen der Krankheit“, sagt der Lintorfer.

Der Schützenchef weiß, dass die Krankheitssymptome nur in Schüben auftreten. „Ich kann nicht sagen, woran es liegt und die Spezialisten haben dafür auch keine Erklärung“, berichtet Andreas Preuß, „aber wenn ich mich von Tomaten fernhalte, treten die Symptome so gut wie nicht auf.“

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