TFG gewinnt bei Jugendwettbewerb

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Kaiserswerth. Beim bundesweiten Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ hat die Jury 35 Beiträge für preiswürdig befunden. Darunter ist auch das Theodor-Fliedner-Gymnasium (TFG).

Aus Nordrhein-Westfalen haben sich 14 Projekte am Wettbewerb beteiligt. Unter die 35 Gewinner-Projekte schafften es der Filmbeitrag der Realschule der Stadt Frechen zur BStU, die Kurzgeschichten mit Gedanken zum Thema deutsche Einheit des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Kleve, die Untersuchung des DDR-Bildes bei heutigen Schülern des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums Leverkusen und der Beitrag zur Veränderung im Schulsystem des Theodor-Fliedner-Gymnasiums Düsseldorf.

Die TFG-Schülerinnen werfen in ihrem zwölfminütigen Film zunächst einen Blick auf den Schulalltag und das Schüler-Lehrer-Verhältnis vor 1989. Der Film wurde auf der Grundlage von Zeitzeugeninterviews erstellt. In ihm werden sowohl Hintergrundinformation, wie die Arbeit der gemeinsamen Bildungskommission zur Ausgestaltung des Schulsystems nach der deutschen Einheit, als auch persönliche Umbruchserfahrungen von Lehrern und Schüler aus dieser Zeit wiedergegeben. Besonders interessierte die Jugendlichen, wie sich die Zufriedenheit von Lehrern und Schülern entwickelt hat. Die Entideologisierung des Unterrichts stellen sie hier in den Mittelpunkt. Die Schülerinnen ziehen den Schluss, dass es sich bei der Umwandlung des Schulsystems um einen gelungenen Institutionentransfer handelt, der vielen Lehrern den Verbleib im Beruf ermöglichte. Ein Gewinn also sowohl für Lehrer als auch Schüler.

„Bemerkenswert war, wie viele Beiträge aus Regionen kamen, die, wie etwa Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen, nicht in unmittelbarer Nähe zur früheren innerdeutschen Grenze liegen. Erfreulicherweise wird also das Thema Transformation inzwischen zunehmend als ein gesamtdeutsches aufgefasst“, sagte Jurymitglied Professorin Christina Morina von der Universität Bielefeld.

Insgesamt 180 Einreichungen aus 14 Bundesländern waren zuvor eingegangen. Zur Frage, wie sich der Umbruch seit dem Ende der deutschen Teilung auf ihre Region ausgewirkt hat, haben die Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 19 Jahren eigene Filme, Podcasts, Textbeiträge und Spiele entwickelt. Die siebenköpfige Jury aus Wissenschaft, Bildung, Medien und Politik hat sich die Auswahl nicht leichtgemacht: „Es war beeindruckend, wie viel Kreativität in die Beiträge eingeflossen ist, die durchweg eine hohe Qualität haben“, sagte Jurymitglied und Comiczeichner Mawil.

Die genauen Platzierungen werden auf der Preisverleihung am 23. Juni 2020 verkündet, die durch die geltenden Einschränkungen als Online-Veranstaltung stattfinden wird. Es winkt Preisgeld von jeweils 3000 Euro bis 500 Euro. Alle 35 ausgewählten Gruppenarbeiten sind ab sofort unter https://umbruchszeiten.de/projekte zu finden.

Foto: privat

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