Tester für Aktivitäts-App gesucht

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Duisburg/Essen. Bewegung wäre jetzt gut. Nur: Wie kriegt man das hin, wenn das Sportstudio geschlossen ist, durch Heimbüro der Weg zur Arbeit wegfällt und der Tag sich gebraucht anfühlt? Ziele setzen ist ein Mittel. Hier hilft die Aktivitäts-App „My Exercise Tracker“ (MET), die eine Forscherin der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt hat. Sie sucht noch Tester.

Eine wirksame Motivationstechnik ist, sich Ziele zu setzen. Doch diese müssen zu einem passen, dürfen weder unter- noch überfordern und sollten die aktuellen Umstände berücksichtigen – wie gerade jetzt in der Corona-Krise. Denn eine Vorgabe, die in der einen Woche realistisch ist, kann in der anderen Woche zu hoch bzw. zu niedrig sein. „Das ist der häufigste Fehler: immer am selben Ziel festzuhalten“, sagt Katja Herrmanny. Sie ist Kognitionswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Informatik am Lehrstuhl für Interaktive Systeme.

Nur: Wie findet man das richtige Maß für sich? Herrmanny hat für ihre Doktorarbeit die Aktivitäts-App MET entwickelt. Ein komplexer Algorithmus berechnet wöchentlich eine individuelle Zielempfehlung. Dazu können neben Sport auch Alltagsaktivitäten zählen, wie den Garten auf Vordermann zu bringen oder mit den Kindern zu spielen. In die Berechnung fließen viele Faktoren ein, und die App lernt permanent dazu, so dass die persönlichen Empfehlungen immer genauer werden.

Wie bei den meisten Apps ist es auch bei dieser so: Hat man sich einmal ein Ziel gesetzt, muss man sich bewegen, um es zu erreichen. Dabei werden unterschiedlich viele MET-Punkte pro aktiver Minute gesammelt. „Den MET-Punkten liegt eine wissenschaftliche Einheit zugrunde. Sie ermöglicht es, verschiedene Bewegungsformen miteinander zu vergleichen“, so Herrmanny. „Insgesamt ist der Algorithmus so angelegt, dass er langfristig zu einer Bewegungssteigerung hinführt, aber Schwankungen explizit mit einplant.“

MET kann man als Android-App im Google Play Store kostenlos herunterladen. Die Nutzungsdaten werden für die wissenschaftliche Untersuchung des Algorithmus verwendet.

Weitere Informationen:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.panalytics.pactivity2
Katja Herrmanny, Interaktive Systeme/Interaktionsdesign, studien-pa@uni-due.de

Foto: Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

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