Synagogen in Deutschland nach 1945

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Essen. Denk-Mal, Museum, Kunst-Ort oder Synagoge? Monika Grübel, Judaistin beim Landschaftsverband Rheinland, beleuchtet die Rolle der Synagogen in Deutschland nach 1945 in einem Vortrag am Donnerstag, 18. Januar, 19 Uhr in einem der Kulturinstitute der Stadt Essen: der Alten Synagoge, Steeler Straße 29. Der Eintritt ist frei.

Nach 1945 waren die meisten Synagogen in Deutschland aus dem Stadt und Dorfbild verschwunden. Nur wenige hatten das Novemberpogrom 1938 und die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs überstanden. Die kleinen jüdischen Gemeinden, die in der Nachkriegszeit entstanden, konnten den Wiederaufbau dieser Synagogen nicht leisten, und die nichtjüdische Nachkriegsgesellschaft hatte fast nirgendwo Interesse daran, den Wiederaufbau zu fördern. Nur wenige Synagogen, vor allem in Großstädten, wurden in den Jahrzehnten nach 1945 wieder zu jüdischen Gotteshäusern. Andere wurden – vor allem ab den 1980er Jahren – als Kunstraum, Museum oder begehbares Denkmal umgenutzt.

Alte Synagoge (Foto: Elke Brochhagen)

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