Stummfilm „East West“ in der Alten Synagoge

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Essen. Die Alte Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, zeigt am Sonntag, 31. März, 17 Uhr den Stummfilm „East West“ mit passender Klavierbegleitung. Karin Weissberg aus Zürich führt in den Film ein und übernimmt zudem die musikalische Begleitung. Der Eintritt ist frei.

Wirtschaftskrisen und Verfolgungen motivierten zwischen 1880 und 1924 über zwei Millionen Juden aus Osteuropa in den Westen zu fliehen. Etwa 80.000 blieben in Deutschland. Die Mehrheit wanderte weiter in die USA. Dort verlief das jüdische Leben ganz anders. Viele streiften mit der Auswanderung ihre orthodoxe Lebenspraxis ab und trugen keine Tracht mehr. Mit vier Millionen Juden entstand in den USA bis in die 1920er Jahre die grösste jüdische Diaspora. Trotzdem hielten viele jüdische Familien enge Beziehungen zu ihrer in Polen, Rumänien oder Russland gebliebenen Verwandtschaft aufrecht. Der Film thematisiert genau dieses kulturelle Aufeinandertreffen.

„East and West“ ist eine österreichische Stummfilmkomödie aus dem Jahre 1923. Regie führte der US-Amerikaner Sidney Goldin. Die Hauptrollen spielten die bekannten Schauspieler des amerikanischen jiddischen Theaters, Molly Picon und Jacob Kalich, die auch privat ein Paar waren.

Foto: Elke Brochhagen

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