Störtebeker-Festspiele auf Rügen

Werbung

Ralswiek/Rügen. Kein Sommer ohne Störtebeker: Vom 18. Juni bis 3. September finden die traditionellen Störtebeker-Festspiele auf der Naturbühne Ralswiek statt. Die Abenteuer des legendären Seeräubers Klaus Störtebeker werden mit über 150 Mitwirkenden, 30 Pferden, vier Schiffen, waghalsigen Stunts und beeindruckenden Spezialeffektenzum Leben erweckt. An jedem Abend gibt es ein Feuerwerk über dem „Großen Jasmunder Bodden“. Seit 1993 finden die Festspiele statt. Im vergangenen Jahr sahen über 350.000 Besucher die Geschichte Störtebekers.

Im Jahr 1397 wehen eisige Winde über die Baltische See. Der Krieg zwischen der mächtigen Dänenkönigin Margarete und Albrecht III. von Mecklenburg ist beendet. Den Piraten um Klaus Störtebeker und Goedeke Michels sind die Häfen verschlossen. Der Papst hat auf Druck der Kirche und der Hanse den Bannfluch über die Vitalienbrüder verhängt und sie für vogelfrei erklärt. Bei Sophia von Pommern-Wolgast, in Visby auf Gotland, haben sie Unterschlupf gefunden.

Hier lässt die Herrin der Insel den dänischen Adligen Sven Sture, einen Piraten, das Zepter führen. Das Mecklenburger Herrscherhaus, Königin Margarete von Dänemark, die Hanse und auch der Deutsche Orden müssen handeln. Haben sich doch inzwischen über 4.500 Piraten auf Gotland versammelt. Von dort aus ziehen sie raubend über die Ostsee, sodass fast der gesamte Handel zum Erliegen kommt.

Auf der Marienburg schlägt das Herz des Deutschen Ordens. Konrad von Jungingen, Hochmeister der Bruderschaft, ist mächtig, skrupellos und tiefgläubig. Mit dem Ziel, die Piraten endgültig zu vernichten, lässt er die größte Flotte aufstellen, die die Baltische See jemals gesehen hat: 84

Schiffe, besetzt mit 400 Pferden und 4.000 Mann in Rüstung, ausgestattet mit Vorräten und allem, was man zur Kriegsführung benötigt.

Während es sich die Piraten auf Gotland gut gehen lassen, versuchen alle beteiligten Seiten, sich ihre Pfründe bezüglich Gotlands zu sichern. Aber alle Verhandlungen scheitern. Konrad von Jungingen ist nicht länger bereit, auf mögliche Unterstützer oder Allianzen zu warten. Mit seinem waffenstrotzenden Heer gelingt es ihm, unbemerkt nach Gotland zu segeln und alle kleinen Piratenstützpunkte auszuschalten. Gerade als Goedeke Michels und seine Fronica den Segen für die lang ersehnte Hochzeit erhalten sollen, zieht der Ritterorden vor die Tore Visbys.

Die Stadt wird unter Beschuss genommen. Aber Visby ist gut gerüstet. Da ein langer Kampf mit viel Blutvergießen droht, einigt man sich, wie es oft in der Geschichte mittelalterlicher Schlachten üblich war: Um Menschen und Land zu schonen, soll jede Partei einen Kämpfer stellen. Während Herzog Johann IV. von Mecklenburg die Stadt übergeben will, stellt sich Störtebeker der Herausforderung – unter der Bedingung, dass die Piraten im Falle eines Sieges freien Abzug erhalten. Von Jungingen stimmt zu. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.

Foto: Jens Köhler www.bildermeer.com / © Störtebeker Festspiele GmbH und Co. KG

Mehr Info zu den Störtebeker-Festspielen

Werbung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.