„Stinkefinger“ mit Folgen

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Tiefenbroich. Die Folgen nonverbaler Kommunikation muss nun ein 29-jähriger Autofahrer aus Münster tragen, welcher bereits am Mittwochmorgen einem Polizisten in einem Zivilfahrzeug mehrfach den Mittelfinger gezeigt hatte. Dieser hatte ihn zuvor durch ein einmaliges Hupen auf ein verkehrsrechtliches Fehlverhalten hingewiesen.

Ein 59-jähriger Polizist fuhr in einem zivilen Streifenwagen, jedoch mit einem sogenannten NRW-Kennzeichen, die Sohlstättenstraße, als ihm ein vorausfahrender weißer Renault Scenic auffiel. Der Polizist bemerkte, dass der Fahrer deutlich gestikulierend Getränke an seine hinten sitzenden Kinder reichte und hierbei mehrfach mit seinem Fahrzeug in den Gegenverkehr kam.

In der Auffahrt zur A52 verlangsamte der Renault-Fahrer unerwartet sein Fahrzeug, so dass der Polizist sich genötigt sah, den Fahrzeugführer und dessen Beifahrerin durch einmaliges Hupen auf die unsichere Fahrweise aufmerksam zu machen. Der Fahrer zeigte dem 59-Jährigen daraufhin den ausgestreckten Mittelfinger, den sogenannten „Stinkefinger“.

Auf der Autobahn überholte der Beamte den Renault Scenic, um seine Fahrt in Richtung der A3 fortzusetzten. Als er den Renault passierte, beleidigte der Fahrer erneut den Beamten, indem er erkennbar emotional aufgebracht wieder den „Stinkefinger“ ausstreckte. Der Polizist forderte den Fahrer umgehend mittels der Anhaltekelle auf, anzuhalten.

Der Beamte leitete gegen den 29-jährigen Münsteraner ein Strafverfahren wegen Beleidigung ein. Sogenannte Aggressionsdelikte im Straßenverkehr können empfindliche Geldstrafen, einen Führerscheinentzug oder eine sogenannte medizinisch-psychologische Untersuchung zur Feststellung der Eignung und Fähigkeit, ein Fahrzeug im Straßenverkehr zu führen zur Folge haben.

Foto: Polizei

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