Stadttheater: Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“

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Ratingen. Am Mittwoch, 1. März, 20 Uhr wird im Stadttheater, Europaring 9, das Schauspiel ,,Jeder stirbt für sich allein‘‘ nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada aufgeführt. Gegen 19 Uhr wird das Ensemblemitglied Hermann Höcker einen Einführungsvortrag im Musikraum am Theaterfoyer halten. Eintrittskarten für 16,50 Euro bis 18,50 Euro gibt es im Kulturamt, Minoritenstraße 3a, und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!“  Mit diesem Satz auf einer Postkarte beginnt der ungewöhnliche Widerstand eines einfachen Arbeiterpaares zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Fallada erzählt die Geschichte von Anna und Otto Quangel, die nach dem Kriegstod des Sohnes mit einfachsten Mitteln den Kampf gegen die Maschinerie des Nazistaates aufnehmen. Über 200 handgeschriebene Postkarten und Briefe, abgelegt auf Treppen und Hausfluren willkürlich ausgesuchter Wohnhäuser, werden in den Jahren 1940 bis 1942 von ihnen verteilt. Doch schon bald geraten sie ins Visier des Kriminalkommissars Escherich, der selbst, mehr karrierebewusster Mitläufer als glühender Nazi, unter dem Druck seiner Vorgesetzten in Zugzwang gerät.

Hans Fallada verfasste den Roman anhand der Prozessakten des Ehepaares Otto und Elise Hampel, die 1943 im Gefängnis Plötzensee von den Nazis hingerichtet wurden und deren Karten bis heute überliefert sind.

Die im Stadttheater zu sehende Aufführung des Alten Schauspielhauses Stuttgart mit Peter Bause und Hellena Büttner in den Hauptrollen wurde 2015 mit dem INTHEGA-Schauspielpreis ausgezeichnet.

Foto: privat

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