Stadtmuseum erinnert an Reformation

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Ratingen. Zum 500. Jahrestag der Reformation stellt das Museum Ratingen, Grabenstraße 21, die Geschichte der evangelischen Kirche in Ratingen in den Mittelpunkt einer Ausstellung. Die Ausstellung wird am Freitag, 20. Oktober, um 18 Uhr eröffnet.

Anfang des 17. Jahrhunderts bekannten sich etwa 60 Prozent der Ratinger zur protestantischen Lehre. So verwundert es nicht, dass die evangelische Stadtpfarrkirche an der Lintorfer Straße als ältester Bau einer reformierten Kirche im Bergischen gilt und auch die lutherische Gemeinde im 17. Jahrhundert über ein eigenes Gotteshaus verfügte. Aus dieser Zeit stammt noch heute erhaltenes, kunstvoll gearbeitetes Kirchengerät.

Über die Jahrhunderte hinweg waren es immer wieder bedeutende Akteure der Stadt, die sich zur evangelischen Glaubenslehre bekannten. Die Ratinger Orgelbaufamilie Weidtmann prägte mit ihren Instrumenten das Orgelspiel über die rheinischen Gemeinden hinaus bis nach Holland. Der lutherische Prediger Friedrich Mohn erwarb sich einen überregionalen Ruf als Verfasser von Schriften zu Theologie, Kunst und Politik. Auch der Kaufmann und Industrielle Johann Gottfried Brügelmann gehörte der reformierten Kirche an. Die Kirchenbauten in Hösel, geweiht 1930, und Tiefenbroich von 1956 zeugen schließlich von der Entwicklung im 20. Jahrhundert.

Die kulturhistorische Ausstellung vereint eine Vielzahl von Artefakten aus der langen und wechselvollen Geschichte der evangelischen Kirche in Ratingen. Von kunstvollem Altargeschirr über historische Dokumente und seltene Bibelausgaben bis zu den bemalten Orgelpfeifen aus der Weidtmann-Werkstatt und überkommenen Stücken der ehemaligen Kirchenausstattungen erzählen die Exponate vom evangelischen Leben und den Menschen, die es ausfüllten.

Foto: Museum Ratingen

 

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