Stadt weiß, wo ihre Bäume in den Himmel wachsen

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Ratingen. Wie viele Bäume „gehören“ der Stadt, welche Art steht an welchem Standort? Fragen wie diese beantwortet der neue „Baum-Stadtplan“ auf der städtischen Internetseite. Jeder kann dieses interaktive Instrument nutzen, um sich über die Bäume im Eigentum der Stadt zu informieren, unkompliziert und ohne Anmeldung.

Etwa 20.000 so genannte Stadtbäume gibt es in Ratingen. Dazu zählen Bäume auf öffentlichen Straßen und Wegen, in Parks, Grünzügen und auf Friedhöfen, auf Spiel-, Sport und Parkplätzen. Aber nicht die Bäume im Wald. Jeder einzelne ist mit seinem genauen Standort auf der Karte verzeichnet. Beim Draufklicken erscheint sein Steckbrief: Alter, wissenschaftliche Bezeichnung, Stammumfang und Kronendurchmesser.

Der Aufwand für die Katalogisierung so vieler Bäume ist natürlich beträchtlich, er ist jedoch kein Selbstzweck und bereits vor Erstellung des allgemein zugänglichen „Baum-Stadtplans“ entstanden. Seit vielen Jahren beschäftigt die Stadt Baumkontrolleure, die ständig unterwegs sind und das tun, was ihre Funktionsbezeichnung nahelegt: Bäume kontrollieren.

„Nicht nur aus Gründen der Verkehrssicherheit ist es erforderlich, den Zustand unserer Bäume gut zu kennen“, sagt Michaela Maurer, Leiterin des Amtes für kommunale Dienste. „Wir gewinnen aus diesen Daten auch wichtige Erkenntnisse für die Grünplanung der Zukunft.“

Aus den Erkenntnissen der Baumkontrolleure hat die Abteilung Stadtgrün in jahrelanger Kleinarbeit ein Baumkataster erstellt, das jeden einzelnen öffentlichen Baum erfasst. Die Daten aus diesem Bauminformationssystem sin in den interaktiven Baum-Stadtplan übertragen worden.

Die Anwendung des Instruments erschließt sich dem Nutzer sehr schnell und intuitiv. Als Kartengrundlage kann zwischen einem Luftbild und dem Stadtplan gewählt werden. Jeder einzelne Baum ist mit einem grafischen Symbol in der Karte eingezeichnet. Es gibt sie in drei Farben: Die überwiegende Mehrheit ist grün, das heißt unauffällig. Jungbäume sind blau, die sich in heißen und trockenen Sommern über Wasser freuen.

„Wir wissen aufgrund vieler Anfragen, dass die Stadtbäume den Ratingern sehr am Herzen liegen“, sagt Umweltdezernent Martin Gentzsch. „Mit dem Baumstadtplan tragen wir der Liebe zu den Bäumen Rechnung, indem wir über die vielfältige Baumartenlandschaft in unserer Stadt informieren.“

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