Stadt sucht Schöffen für Amts- und Landgericht

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Ratingen. Die Stadt sucht Bewerber als Schöffen für das Erwachsenen- und das Jugendstrafrecht. Die Laienrichter sollen im Amtsgericht und im Landgericht Düsseldorf an der Rechtsprechung teilnehmen. Bewerbungsvordrucke können im Internet heruntergeladen werden und liegen im Bürgerbüro bereit. 

Für die Amtsperiode vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2023 sind im Erwachsenenstrafrecht insgesamt 46 Haupt- und Hilfsschöffen sowie im Jugendstrafrecht 15 Jugendhauptschöffen und zwölf Jugendhilfsschöffen zu wählen. Die Gemeindevertretung und der Jugendhilfeausschuss des Stadtrates werden dem Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht Ratingen Vorschlaglisten mit der doppelten Anzahl der geforderten Kandidaten unterbreiten. Die Wahl der Laienrichter erfolgt in der zweiten Jahreshälfte.

Gesucht werden Bewerber, die in Ratingen wohnen und am 1. Januar 2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz tätige Personen (wie Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen wirken bei mündlichen Verhandlungen und an der Urteilsfindung mit gleichen Rechten wie der  hauptberufliche Richter mit. Sie urteilen über Schuld oder Unschuld eines Angeklagten und tragen die gleiche Verantwortung für die Entscheidung wie die Berufsrichter. Dabei sind sie nur dem Gesetz unterworfen und an keinerlei Weisungen gebunden. Schöffen sollten über eine ausgeprägte soziale Kompetenz verfügen. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet, sie sollten auch in schwierigen Situationen objektiv und unvoreingenommen handeln. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren sein.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse sind für das Amt nicht erforderlich.

Die Gerichte sind sehr interessiert an Bewerbern aus der gesamten Bevölkerung. Bewerbungen für das Schöffenamt in Erwachsenenstrafsachen können sich bis zum 31. März beim Rechtsamt, Lintorfer Straße 36, abgegeben werden, Bewerbungen für das Amt eines Jugendschöffen sind bis zum 31. März an das Jugendamt, Stadionring 17, zu richten.

 

 

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