Stadt setzt beim IT auf regio iT

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Ratingen. Die Stadt Ratingen gibt den größten Teil ihrer IT in die Hände der regio iT GmbH. Der kommunale IT-Dienstleister mit Sitz in Aachen hat im Februar die IT-Infrastruktur, das Hosting sowie diverse IT-Dienste für die größte Stadt des Kreises Mettmann. Bürgermeister Klaus Pesch und regio-iT-Geschäftsführer Dieter Ludwigs besiegelten die Kooperation mit einem Handschlag – ganz analog.

Die Vergabe der IT bringt den kommunalen Verwaltungen viele Vorteile: Im Kontext der rasant zunehmenden Digitalisierung stehen die Kommunen vor großen Herausforderungen. Onlinezugangsgesetz (OZG) und Pandemie haben die Entwicklung noch einmal deutlich beschleunigt. Und mit den neuen Aufgaben der Verwaltung wächst auch die Komplexität der IT-Infrastruktur, die stets auf dem neuesten Stand und vor Eingriffen von außen geschützt sein muss; hierbei müssen Datenschutz und IT-Sicherheit verantwortungsvoll kombiniert werden. Hinzu kommen Aspekte wie Planungssicherheit, finanzielle Transparenz, geringere Investitionskosten, Flexibilität bei weniger Risiko, neueste Technologien auf Knopfdruck sowie Know-how in allen Fachrichtungen. 

Damit sich Ratingens Verwaltung künftig stärker auf ihre Kernkompetenzen sowie auf ihre IT-Strategie und ihr IT-Management konzentrieren kann, übernimmt die regio iT nun das operative IT-Geschäft. Dieses bleibt dabei in der kommunalen Familie: Als Gesellschaft in öffentlicher Hand verwaltet die regio iT sensible Daten in ihren dreifach zertifizierten Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen und bietet so höchstmögliche Sicherheit. Auch in puncto „grüner“ IT und Nachhaltigkeit ist das kommunale Unternehmen gut aufgestellt.

Teil des Gesamtprojektes ist auch die Einführung einer Virtuellen Desktop-Infrastruktur (VDI), was völlig neue Perspektiven beim flexiblen Arbeiten schafft: Über den virtuellen Arbeitsplatz können die Mitarbeitenden jederzeit und von überall auf ihren Arbeitsplatz zugreifen. Zudem sind der komplette Clientservice, die Nutzung der regio iT-Hotline für alle Endanwender, die Hilfe sowie das Management der Endgeräte eingeschlossen. Auch die Übernahme von Fachverfahren wollen die Partner vorrangig angehen; einzelne Verfahren wurden schon überführt.

In den Händen der Kommune bleiben weiterhin der Betrieb und die Betreuung der Schul-IT sowie des pädagogischen Bereiches der Volkshochschule, die feuerwehrspezifische IT-Infrastruktur als sicherheitskritischer Bereich, die fachliche Betreuung des Geo-Informationssystems sowie die städtische Telefonie.

Bürgermeister Klaus Pesch ist überzeugt, mit der IT-Neustrukturierung seiner Stadt die richtigen Weichen zu stellen: „Wir freuen uns über die Unterstützung durch einen starken und verlässlichen Partner. Die Digitalisierung steht ganz oben auf unserer Agenda, dies haben wir mit unserer Strategie Ratingen digital 2025plus fest verankert. Die regio iT war bereits in die Strategieentwicklung aktiv eingebunden, so dass wir bei der Umsetzung unserer Zukunftsthemen nahtlos daran anknüpfen können.“

Der für diesen Fachbereich aktuell zuständige Beigeordnete Martin Gentzsch ergänzt: „Wir werden die digitalen Serviceleistungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen unserer Stadt Schritt für Schritt ausbauen. Hierfür ist es wertvoll, die Erfahrung und Innovationskraft der regio iT an unserer Seite zu wissen.“

Ein weiteres Band wurde zwischen Ratingen und der regio iT gespannt: 2021 ist die Stadt der neuen regio iT Beteiligungsgenossenschaft eG beigetreten. Ihren Mitgliedern bringt die Genossenschaft deutliche Verbundvorteile, beispielsweise durch den gemeinsamen Einkauf von IT-Produkten, von Hard- und Software oder auch bei der Beratung für IT-Projekte. Dass die Partnerschaft mehr ist als nur eine reine Kunden-Dienstleister-Verbindung, bestätigt Dieter Ludwigs, Geschäftsführer der regio iT: „Seit einigen Jahren legen Kommunen und kommunale Unternehmen das Hosting von Applikationen und den Arbeitsplatzservice zunehmend in unsere Hände als Full-Service IT-Dienstleister. Die Gründe liegen in der steigenden Komplexität des Infrastrukturbetriebes sowie den wachsenden Anforderungen an einen sicheren Rechenzentrumsbetrieb. Wir freuen uns, nun auch die Stadt Ratingen für das Konzept zur Verlagerung zentraler IT gewonnen zu haben. Und auch als weiteren Partner am Genossenschaftstisch heißen wir Ratingen herzlich willkommen. Hier werden Entscheidungen gemeinsam getroffen – das ist uns als offene Kooperationsgesellschaft besonders wichtig.“  

Foto: Stadt Ratingen