Stadt nutzt Schulferien für Bauarbeiten

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Ratingen. Die Stadt nutzt die gut sechswöchigen Sommerferien, um an insgesamt 14 Standorten größere und kleinere Schulbaumaßnahmen durchzuführen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Aktivitäten rund um das Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium.

Nach dem erfolgten Baubeschluss für einen dreistöckigen Erweiterungsbau für das Innenstadtgymnasium wird das Baufeld hergerichtet, um möglichst noch in diesem Jahr beginnen zu können. Das heißt: Zur Vorbereitung des Grundstücks werden die alten VHS-Pavillons abgerissen.

Geplant ist ein dreigeschossiger länglicher Erweiterungsbau, der östlich der bestehenden Schulgebäude entstehen und im ersten Obergeschoss mit einer Verbindungsbrücke an den Ostflügel des Altgebäudes angeschlossen wird. Im Neubau werden zwölf Klassen, zwei Musikräume, ein Hausmeisterraum plus Werkstatt und Lagerraum, zwei Teamräume, zwei kleinere Besprechungsräume und Büros für die Verwaltung sowie ein Sanitätsraum und WC-Anlagen untergebracht. Die gesamte Nutzungsfläche des Erweiterungsbaus beträgt etwa 2530 Quadratmeter. 

Die Innengestaltung der beiden Obergeschosse nimmt Rücksicht auf neue pädagogische Lernkonzepte. Die Flure werden extra breit gehalten und werden als offene Lern-Aufenthaltsflure mit Sitzecken gestaltet. Rund 8,8 Millionen Euro investiert die Stadt in diesen Ergänzungsneubau. Derzeit arbeiten die Architekten, Haustechnikplaner und Statiker an der Rohbauausschreibung.

Die zweite Herkulesaufgabe neben dem Neubau betreffen die umfangreichen Arbeiten zur Modernisierung der Bestandsgebäude des Innenstadtgymnasiums (altes Geschwister-Scholl- und Theodor-Heuss-Gymnasium). Hierfür sind weitere 18,21 Millionen Euro eingeplant. Diese große Sanierung wird über vier bis fünf Jahre durchgeführt. Die vom jeweiligen Bauabschnitt betroffenen Klassen müssen dann ausgelagert werden. Daher werden die sechs alten, noch verbliebenen Pavillons mit zwölf Klassen hergerichtet.   

Die Planungen für die Sanierung der Altgebäude schreiten voran. Im Zusammenhang mit der sommerlichen Überhitzung der Klassenräume wurden zuletzt verschiedene Varianten zur Verbesserung erarbeitet und mit der Schulbelegschaft diskutiert. Die Verwaltung hat nun einen Kompromiss gefunden, der eine nächtliche Abkühlung auf natürlichen Wegen ermöglicht (im Gegensatz zu einer mechanischen Lüftungsanlage, die hohe Investitions- und Betriebskosten verursacht). Temperatursimulationen haben gezeigt, dass durch den Einbau von Lamellenfenstern eine bessere nächtliche Abkühlung und eine gute Durchlüftung während des Unterrichts erzielt werden kann. Die Verwaltung erarbeitet die Baubeschlussvorlage zur großen Sanierung, damit diese dann nach der Sommerpause beraten werden kann.

Während der großen Ferien werden darüber hinaus an 13 weiteren Schulstandorten kleinere und größere Bauarbeiten durchgeführt, die in der Summe rund 650.000 Euro kosten.

Über eine sanierte Außen-WC-Anlage dürfen sich zum neuen Schuljahr die Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule freuen. Viel gewerkelt wird auch im Förderzentrum West (ehemalige Comenius-Schule). Dort hatte es einen Wasserschaden gegeben, so dass nun neuer Bodenbelag und neue Möbel in der Lehrküche fällig sind. Zudem wird die Sicherheitsbeleuchtung erneuert.

An der Erich-Kästner-Schule wird das ehemalige Hausmeisterhaus so umgebaut, dass eine Großtagespflege zur Betreuung von U3-Kindern entsteht, auch das Außengelände wird zum Spielen hergerichtet. Am Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg stehen Umbauarbeiten für das „grüne Klassenzimmer“ bevor, außerdem werden das Sekretariat und der Hausmeisterraum umgebaut.

Im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium erfolgen Arbeiten zur WLAN-Verkabelung, zudem werden neue Rauchschutztüren in den Fluren und Treppenhäusern eingebaut. Neue Rauchschutztüren gibt es auch in einem Teil des Schulgebäudes der Martin-Luther-King-Gesamtschule, während in der Paul-Maar-Schule (Klassenräume und Flure) und in der Karl-Arnold-Schule (ein Klassenraum) die Bodenbeläge erneuert werden.

An der Gebrüder-Grimm-Schule wird für die Inklusionsförderung ein Klassenraum hergerichtet, an der Heinrich-Schmitz-Schule werden die Innentüren erneuert, an der Anne-Frank-Schule erfolgen Umbauarbeiten zur Vergrößerung des Lehrerzimmers und an der Astrid-Lindgren-Schule wird aus Arbeitsschutzgründen eine neue Garage für Arbeitsgeräte geschaffen. Am Schulzentrum Lintorf (Naturwissenschaftlicher Trakt) schließlich werden während der Ferien die Restarbeiten der Dachsanierung durchgeführt. Die Gesamtmaßnahme aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ hat insgesamt 820.000 Euro gekostet.

Die Tage der alten VHS-Pavillons sind gezählt. Nach ihrem Abriss ist der Weg frei für den Neubau am Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium. (Foto: Stadt Ratingen)

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