Stadt liefert Ausweise nach Hause

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Ratingen. Die Stadt hat am Dienstag begonnen, Personalausweise und Reisepässe nach Hause zuzustellen. „Dieser Spezialservice bringt in der Corona-bedingten Ausnahmesituation gleich mehrere Vorteile für alle Beteiligten“, sagt Bürgermeister Klaus Pesch.

Niemand muss zur Minoritenstraße kommen, um ein Dokument abzuholen. Dadurch werden die Arbeitsabläufe im Bürgerbüro entzerrt, die Abstandsgebote können besser eingehalten werden. Gleichzeitig bleibt im Bürgerbüro mehr Zeit für Anliegen, die nur dort bearbeitet werden können. Zwar ist die Zustellung der Ausweisdokumente wesentlich zeitaufwendiger als die Ausgabe im Bürgerbüro; doch die Zustellung übernehmen Kräfte aus anderen Teilen der Verwaltung, deren eigentliche Aufgaben zurzeit ruhen oder deutlich reduziert sind. Daher ist dieser Service auch nur vorübergehend in dieser Ausnahmesituation möglich.

Bei der Organisation der Zustellung muss ein wenig improvisiert werden, da zu dem Zeitpunkt, als der Ausweis oder Pass beantragt worden ist, dieser Sonderservice noch nicht absehbar war. So wurde zum Beispiel keine Telefonnummer der Antragsteller hinterlegt. Um keine Zeit durch Briefwechsel zu verlieren, wird der erste Besuch des Zustellers daher nicht angekündigt.

Dieser kann sich aber eindeutig als Mitarbeiter der Stadt ausweisen. Auch wird kein Zusteller die Wohnung betreten, allein schon, um den erforderlichen Abstand einzuhalten. Selbstverständlich werden bei der Aushändigung der Dokumente und den erforderlichen Unterschriften die geltenden Coronaschutzmaßnahmen eingehalten.

Wenn niemand zu Hause ist, werfen die Zusteller ein Schreiben in den Briefkasten, in dem sie auf ihren Versuch hinweisen und einen zweiten Besuch an einem bestimmten Tag ankündigen. Aus organisatorischen Gründen ist es leider nicht möglich, individuelle Zustelltermine zu vereinbaren. Wenn auch der zweite Termin nicht passt, muss das Ausweisdokument dann doch im Bürgerbüro abgeholt werden.

Die Ausweisdokumente können nur dem Antragsteller persönlich ausgehändigt werden, es sei denn, dieser hat bei der Beantragung einer anderen Person eine Vollmacht für den Empfang erteilt. Bei der Aushändigung muss der alte Personalausweis eingezogen werden. Dies gilt auch für Reisepässe, wobei dieser auch ungültig gemacht werden kann, wenn der Inhaber ihn als Erinnerung behalten möchte.

Bild von Andreas Lischka auf Pixabay

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