Spektakuläre 3D-Filmoper „Sunken Garden“

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Essen. Als zentrales Werk des Festivals für Neue Musik NOW! zeigt die Philharmonie Essen jetzt Michel van der Aas 3D-Filmoper „Sunken Garden“ als deutsche Erstaufführung am Sonntag, 29. Oktober, um 17 Uhr im Alfried-Krupp-Saal. Gleich mehrere bedeutende Kultur-Institutionen hatten das Werk in Auftrag gegeben, darunter die English National Opera und die Opéra National de Lyon. Einzelkarten kosten 17 Euro, der Festivalpass 55 Euro (gilt für alle NOW!-Veranstaltungen außer der Clubnacht). Karten gibt es unter der Telefonnummer 0201/81 22200 und unter www.philharmonie-essen.de.

Mit „Sunken Garden“ geht der niederländische Komponist wie so oft neue Wege. Er lotet Schnittstellen zwischen Realität und Schein, zwischen Wahrheit und Imagination aus. So lässt er unter den Besuchern 3D-Brillen verteilen, mit denen man selbst die „echten“ Szenen anders zu sehen glaubt. Michel van der Aa betont: „Ich habe sehr darauf geachtet, dass die 3D-Elemente eine sinnvolle Funktion haben und sich vollständig in die Erfordernisse der Bühnenhandlung einfügen.“ André de Ridder, der schon die Uraufführung 2013 in London dirigiert hat, wird am Pult der Amsterdam Sinfonietta auch die Essener Aufführung leiten.

„Sunken Garden“ (Libretto: David Mitchell) ist eine spannende, vielschichtige Komposition. Dazu van der Aa: „Auf der einfachsten Ebene ist unser Werk ein Krimi, in dem ermittelt wird, was mit einigen verschwundenen Personen geschehen ist und wer dahinter steckt. Die zweite Ebene handelt von einem Videokünstler und dem Entstehungsprozess seines Filmes, mit welchem die Oper beginnt und endet. Die dritte Ebene ist abstrakter und umfasst die traumähnliche, okkulte Welt des versunkenen Gartens, angesiedelt in der Schwebe zwischen Leben und Tod.“

Der Niederländer Michel van der Aa ist Komponist, Filmemacher und Regisseur in Personalunion. Mit innovativen digitalen Technologien führt er das Musiktheater ins 21. Jahrhundert. Sein kompositorisches Schaffen ist insgesamt sehr vielseitig. So schrieb er etwa für die Cellistin Sol Gabetta das intermediale Cellokonzert „Up-Close“ (2010) und für die Geigerin Janine Jansen ein Violinkonzert (2014). 2013 wurde van der Aa mit dem Mauricio Kagel Musikpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet.

Komponist Michel van der Aa (Foto: Priska Ketterer)

 

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