Mettmann/Erkrath. Zur Aufwertung der nahe dem Neanderthal Museum gelegenen Fundstelle des Neanderthalers baut dort die Stiftung Neanderthal Museum den Turm „Höhlenblick“. Zum ersten Spatenstich kamen jetzt Museumsdirektorin Bärbel Auffermann, Staatssekretär Jan Heinisch, Landrat Thomas Hendele, Erkraths Bürgermeister Christoph Schultz, Mettmanns Bürgermeisterin Sandra Pietschmann und Mitglieder des Stiftungsrates der Stiftung Neanderthal Museum am Neanderthaler-Fundort zusammen.

Der Höhlenblick wird als offener Stahlbau an der Stelle der Neanderthaler-Fundhöhle Feldhofer Grotte errichtet, die im 19. Jahrhundert durch Kalkabbau vollständig zerstört wurde. Der 22 Meter hohe Turm ist wechselweise durch innere und äußere Rampen über 360 Meter barrierefrei zu begehen. Unter der als Schädelkalotte gestalteten Kuppel auf der obersten Plattform befinden sich die Besucher auf Höhe der verlorenen Fundhöhle Feldhofer Grotte. Man blickt von hier wie einst der Neanderthaler aus seiner Höhle auf die gegenüberliegende Talseite.

Von hier oben bieten Augmented-Reality-Fernrohre eine mediale Erlebnisreise, die zurück führt in die Zeit der Neanderthaler. Es sind eiszeitliche Szenen zu sehen, als das Tal noch eine tiefe Schlucht war, in deren Nähe Neanderthalergruppen gejagt und gelagert haben und in deren Höhlen sie ihre Toten bestattet haben.

Die Bauarbeiten beginnen im November 2021 und sollen bis Juni 2022 abgeschlossen sein. Die Kosten für das Projekt liegen bei 3,5 Millionen Euro. Knapp zwei Millionen steuert das Land aus Mitteln der Heimatförderung NRW bei, eine weitere halbe Million kommt von der Stiftung Habris. Der Kreis Mettmann investiert außerdem 570.000 Euro in die Sanierung und Inszenierung des Weges vom Museum zur Fundstelle.

Jan Heinisch, Christoph Schultz, Bärbel Auffermann, Thomas Hendele und Sandra Pietschmann (von links) (Foto: Kreis Mettmann)