Sparda-Bank West und Münster fusionieren

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Düsseldorf. Der Zusammenschluss der Sparda-Bank West mit der Sparda-Bank Münster ist nun offiziell vollzogen. An diesem Freitag wurde das neue Institut unter seinem angestammten Namen als Sparda-Bank West eG ins Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen. Die Fusion der beiden Institute tritt rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft. Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Manfred Stevermann, ist zufrieden mit der zügigen, erfolgreichen Zusammenführung beider Häuser: „Hinter uns liegen gut zehn intensive Monate der Planung und Vorbereitung. Vor uns liegt eine gemeinsame Zukunft mit positiven Perspektiven.“

Die neue Sparda-Bank West ist mit einer Bilanzsumme von rund 11,3 Milliarden Euro jetzt die Nummer zwei der Sparda-Banken und unter den fünf größten der etwa 915 Genossenschaftsbanken in Deutschland. Ihre rund 630.000 Mitglieder machen sie zur mitgliederstärksten Kreditgenossenschaft hierzulande. Rund 1.000 Mitarbeiter, 82 Filialen und gut 800.000 Kunden in einem stark vergrößerten Geschäftsgebiet sind für Manfred Stevermann „eine sehr gute Ausgangsposition, um Herausforderungen wie Niedrigzinsen, Digitalisierung oder Regulatorik erfolgreich zu meistern“.

Für Kunden und Mitglieder bringt der Zusammenschluss so gut wie keine Veränderungen. Allerdings gewährt die Genossenschaftsbank wegen der Fusion vom 20. August bis zum 30. Oktober 0,1 Prozent Zinsrabatt auf alle Baufinanzierungen. Zudem wird für die Kunden der ehemaligen Sparda-Bank Münster die Kontoführung deutlich günstiger. Das neue, größere Unternehmen soll ebenfalls von der Fusion profitieren. Manfred Stevermann: „Wir bündeln unsere Kompetenzen, verbreitern unsere Ertrags- und Kapitalbasis, vermeiden Doppelinvestitionen, heben Synergien zum Beispiel bei den Zinssicherungsgeschäften und können mit unserem nun 1.000-köpfigen Team besser auf die demografischen Herausforderungen reagieren.“

Die neue Größe ermöglicht der Bank zudem noch mehr Präsenz am Markt im Wettbewerb um neue Kunden. Manfred Stevermann erwartet Ertragssteigerungen insbesondere im Provisionsgeschäft. Erfolgreich angelaufen ist dabei die Zusammenarbeit mit easyCredit aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe. „Unsere durch die Fusion durchaus verbreiterte Kundenbasis wird hier für eine Vielzahl neuer Vertriebschancen sorgen und nachhaltiges Wachstum ermöglichen“, prognostiziert der Vorstandsvorsitzende.

Die Integration der beiden Banken ist bereits weit fortgeschritten. Alle wichtigen Fragen zu Standorten und zur Vertriebsstruktur sind geklärt. Kündigungen oder Verlegungen von Arbeitsplätzen wird es wegen der Fusion grundsätzlich nicht geben. Auch bei den für das genossenschaftliche Banking so wichtigen Filialen soll es fusionsbedingt nicht zu Schließungen kommen. Düsseldorf ist Unternehmenssitz der neuen Sparda-Bank West, Münster als Zweigniederlassung ein Hauptstandort. Auch das Führungsteam steht. Manfred Stevermann ist Vorstandsvorsitzender, Andreas Lösing sein Stellvertreter. Michael Dröge und Dominik Schlarmann sind weitere Vorstände, Silke Schneider-Wild, Martin Dietz und Hermann-Josef Simonis Generalbevollmächtigte.

Die Sparda-Bank West ist ein genossenschaftliches Kreditinstitut für Privatkunden. Die Bank hat ihren Unternehmenssitz in Düsseldorf und mit Münster als Zweigniederlassung einen weiteren Hauptstandort. Sie betreut mit rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 82 Filialen sowie acht spezialisierte ImmobilienFinanzCenter (IFC) in fast ganz NRW und bis zu den ostfriesischen Inseln. Ende 2017 hatte die Bank mehr als 630.000 Mitglieder und gut 800.000 Kunden und weist eine Bilanzsumme von rund 11,3 Milliarden Euro auf.

Grafik: obs/Sparda-Bank

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