Spannender Perspektivwechsel in der Grillo-Heldenbar

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Essen. Neue Zeiten, neue Begriffe. Einer davon lautet „Echoräume“. Er bezeichnet mediale Orte, an denen Gleichgesinnte ihre eigenen Auffassungen wie ein Echo zurückbekommen. Das kann einerseits ganz beruhigend sein, weil es den Menschen vermittelt, dass sie mit ihrer Meinung nicht alleine sind. Echoräume können aber auch zu Verschwörungstheorien und Radikalisierung führen, nach dem Motto „Alle (politischen) Gegner oder anders Denkenden sind dumm, fehlgeleitet und uneinsichtig. Basta.“ Aber worauf gründet diese Gewissheit, im Recht zu sein? Die Psychologie nennt es „Bestätigungsfehler“: die Neigung, jede Information so zu interpretieren, dass sie in unser Weltbild passt.

Chris Thorpes Einpersonenstück „Bestätigung“, das am Samstag, 4. Februar, ab 20:30 Uhr in der Reihe „Freischuss“ in der Heldenbar des Essener Grillo-Theaters auf die Bühne kommen wird, greift dieses Phänomen auf. Schauspielerin Ines Krug wagt dann ein Experiment: Was, wenn man ernsthaft versucht, alles, woran man glaubt, in Frage zu stellen? Wenn man die Realität mit den Augen des anderen sieht? Verändert sich unser Bild der Wirklichkeit, wenn wir uns auf einen echten Dialog mit, zum Beispiel, einem rechtsextremen Holocaustleugner einlassen? Müssen wir uns davor fürchten? Und umgekehrt: Was entgeht uns, wenn wir es nicht tun?

Die szenische Einrichtung dieses „Freischusses“ übernimmt Regieassistentin Marieke Werner; für Bühne und Kostüme sorgt Ausstattungsassistentin Friederike Külpmann.

Der Eintritt kostet acht Euro. Karten sind im Vorverkauf im TUP-Ticket-Center erhältlich, Telefon 0201/81 22-200.

Foto: Albi Fouché

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