Solotanzstück im Atelier Performative Künste

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Kaiserswerth. Nur ein paar Wochen ist es her, dass das Atelier Performative Künste (APK), Kittelbachstraße 51/Ecke Alte Landstraße in Kaiserswerth, eine internationale Produktion zeigte. Nun steht bereits die nächste Premiere auf dem Programm. Zwölf Jahre nach ihrem letzten Tanzsolo steht die Choreografin und Tänzerin Sabine Seume am 21. August hier erstmalig wieder allein auf der Bühne und präsentiert Infinity, ihr neues Tanzstück.

Sei es das Universum, die liegende Acht in der Mathematik, ein mögliches Leben nach dem Tod oder die so genannte Sisyphos-Arbeit, die nie enden will: Viele von uns fragen sich sicher, ob es einen Anfang und ein Ende gibt. Oder ob die Endlichkeit der Beginn der Unendlichkeit ist. Der universelle Aspekt der Unendlichkeit ist tief in den Kulturen und vielen Philosophien verankert. Lange hat Sabine Seume sich mit dem Thema des nie Endenden befasst. Lange ist auch Infinity gereift. Nun nimmt die Düsseldorferin im APK das Publikum mit auf die Reise in die Unendlichkeit. Die aus einem alten Heu- und Strohhandel entstandene Spiel- und Experimentierstätte für darstellende Künste wurde im Jahr 2014/15 im Düsseldorfer Norden gegründet.

„Infinity erzählt keine Geschichte“, sagt Sabine Seume. „Es ist vielmehr die Einladung in einen tänzerischen, nie endenden Kreislauf von Raum, Zeit und Bewegung einzutauchen und durch den Sog mitgenommen zu werden.“

Sie beschreibt Infinity als ein Tanzsolo, das mit der entstehenden und der vergangenen Zeit und der Zerbrechlichkeit des Moments umgeht. Neben choreographischen Teilen wird es auch einen Teil an Improvisationen geben. „Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnen bei mir selber verändert“, erklärt Sabine Seume, „etwa durch mein eigenes Alter verbunden mit körperlichen Einschränkungen als Tänzerin und dadurch entstandene neue Möglichkeiten und Sichtweisen.“ Auch die Gesellschaft stellt sie in den Fokus ihrer Arbeit: den Jugendwahn auf der einen Seite und die immer älter werdende Gesellschaft auf der anderen Seite. Die Bühne öffnet sich verschiedenen Ausdrucksformen. Was früher nicht „zumutbar“ war, wie etwa ältere Tänzer oder beeinträchtigte Menschen, erlangt heute ein größeres Gewicht. „Vielleicht gerade jetzt, wo die Menschheit in eine neue Realität katapultiert wurde und unsere Lebensform sich drastisch verändert hat, erscheint das Thema noch wesentlich universeller als vor über einem Jahr, als das Konzept entstanden ist.“

Unterstützt wird Sabine Seume (Choreographie/Tanz) von Jakob Rullhusen (Komposition/Musik), Radovan Matijek (Bühnenbild), Andreas Simon (Dramaturgie) und Tobias Heide (Lichtdesign).

Eintritt auf Spendenbasis

Infinity feiert seine Premiere am Freitag, 21. August, um 20 Uhr. Weitere Aufführungen finden am Samstag, 22. August, und Sonntag, 23. August, jeweils zur gleichen Zeit statt. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Da wegen der Corona-Situation nur eine sehr begrenzte Platzzahl zur Verfügung steht, ist eine telefonische Anmeldung, Telefon 01522/9488290 oder tanz@sabine-seume.de, notwendig. Bei der Reservierung bitte die Telefonnummer für einen eventuellen Rückruf hinterlassen.

Foto: Vojtech Brytnickov

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