Smileys für rücksichtsvolle Autofahrer

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Ratingen. Überhöhte Geschwindigkeit ist einer der größten Risikofaktoren für Unfälle. Daher ist es besonders wichtig, dass Autofahrer gerade in sensiblen Bereichen wie in der Nähe von Schulen oder Kindergärten langsam fahren. Ein Problem besteht aber darin, die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen konsequent zu überwachen, die Polizei kann nicht rund um die Uhr an allen als gefährlich empfundenen Straßen stehen. Die Stadt Ratingen will hier nun neue Wege gehen und so genannte Dialog-Displays ausprobieren. Der erste wurde nun an der Gerhardstraße in Ratingen-Süd installiert.

Dialog-Displays sind Geschwindigkeitsmessanlagen mit einem Anzeigefeld, auf welchem dem Autofahrer direkt angezeigt werden kann, wie schnell er gerade fährt. Die Tempoangabe kann dabei auch kombiniert werden mit einer positiven oder negativen Rückmeldung (lächelnder Smiley oder Mundwinkel nach unten zum Beispiel). „Ich glaube, dass viele Autofahrer eher in Gedanken und aus Versehen zu schnell fahren und schnell vom Gas gehen werden, wenn ihnen die Überschreitung angezeigt wird“, sagt Bürgermeister Klaus Pesch. „Daher verspreche ich mir durchaus eine positive Wirkung durch die Dialog-Displays. Diese ist im Übrigen auch schon durch Studien bestätigt worden.“

Im ersten Schritt werden zwei Modelle ausprobiert: ein solarbetriebenes, das zunächst an der Gerhardstraße eingesetzt wird, und ein kabelgebundenes, das in Kürze, nach Montage einer Steckdose an einer Straßenlaterne, die Autofahrer auf der Bahnhofstraße zur Ordnung rufen soll. Wenn sich der Einsatz bewährt, sollen zwei Anlagen je Stadtteil angeschafft werden.

Ortstermin mit (von links) Bürgermeister Klaus Pesch, Tiefbauamtsleiter Ekkehard Deußen und Alexander Grote-Westrich (praxisorientierter Student im Tiefbauamt) an der Gerhardstraße, wo nun ein Dialog-Display zur Probe installiert wurde.  (Foto: Stadt Ratingen)

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