SkF diskutiert Wohnungsnot

Werbung

Ratingen. Unter dem Motto „Von Menschen für Menschen – Zukunft und Hilfe gestalten“ feiert der SkF Ratingen in diesem Jahr 111 Jahre seit Vereinsgründung. Jetzt veranstaltete der SkF mit dem Fachdienst der Wohnungslosenhilfe eine Fachdiskussion mit anschließendem Grillfest.

Bundesweit ist eine dramatische Zunahme der Zahl der wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen festzustellen, die „Ware Wohnung“ wird rar und teuer, Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen und finden kein neues Zuhause. Parallel zu dieser Entwicklung sind zahlreiche Wohnungen – auch in Ratingen – aus der Sozialbindung herausgefallen, Neubauwohnungen im sozialen Wohnungsbau entstehen kaum. Zur Verfügung stehende finanzielle Mittel werden nicht beantragt bzw. in Anspruch genommen. Betroffen von der Wohnraumknappheit sind nicht nur Randgruppen, das Problem ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Aus diesem Grund hatte der SkF Ratingen Vertreter aus Politik und Praxis eingeladen, um in einer Expertenrunde die Folgen der Krise auf dem Wohnungsmarkt zu diskutieren und nach Lösungsmöglichkeiten hier für Ratingen zu suchen. Dazu stellten sich Harald Filip, Sozialdezernent der Stadt Ratingen, Hannelore Hanning, FDP, Werner Kleinrahm, CDU, Susanne Stocks, Bündnis 90/Grüne, Rainer Vogt, Bürgerunion, Christian Wiglow, SPD, und Karin Knakowski, SkF Wohnungslosenhilfe, den Fragen von Michaela Hofmann, Referentin für Armutsfragen beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln.

Untermauert mit Daten und Fakten durch einen Fachvortrag von Kai Hauprich, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf, zum Thema „Ein Obdach ist kein Zuhause“, diskutierten die Gäste mit Hofmann die zentralen Punkte.

Zum Abschluss der Diskussionsrunde waren sich alle Beteiligten einig, dass dringend etwas auf dem Ratinger Wohnungsmarkt geschehen muss. Die Verantwortlichen aus Verwaltung, Politik und Wohlfahrtsverbände äußerten ihren Willen, weiterhin gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Foto: privat

Werbung