Seniorenrat im besten Alter

Werbung

Ratingen. Der Seniorenrat der Stadt Ratingen ist 40 Jahre alt geworden. Das ist ein guter Grund zu feiern. Zum Festakt am Donnerstag, 31. Januar, 17 Uhr im Museum an der Grabenstraße sind auch interessierte Ratinger Bürger eingeladen. Es spielt die Ratinger Musikschule, die Kabarettgruppe „Westhäkchen“ tritt auf und es gibt einem Vortrag über gesund älter werden durch körperliche und geistige Bewegung. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, werden Anmeldungen bis zum 25. Januar erbeten, Telefon 02102/845156 oder an dr.j-schroeder@arcor.de.

Die Mitglieder des Seniorenrates vertreten die Interessen einer großen Gruppe. So sind fast 30.000 Ratinger über 60 Jahre alt. Die Mitglieder des Ratinger Seniorenrates stehen den älteren Menschen als Ansprechpartner für viele Probleme zur Verfügung. 

Es sind oft nur Kleinigkeiten, die dennoch das tägliche Leben erschweren. Ein Beispiel: Wartet man nach einem Einkaufsbummel auf die Straßenbahn, so würde man eine Ruhepause auf einer Bank mit Lehne sehr begrüßen. Doch die suchte man oft vergeblich. Das hat sich positiv verändert. Oder: Das Einsteigen in einen Bus, der nicht nah genug an die Bordsteinkante gefahren ist, wird zu einem gefährlichen Balanceakt. Der Seniorenrat führt immer wieder Gespräche mit der Rheinbahn, um auf derlei Mängel hinzuweisen. Er kümmert sich zudem um öffentliche und behindertengerechte Toiletten. Dies ist ebenso ein andauerndes Thema wie das beschwerliche Begehen des Kopfsteinpflasters mit einem Rollator in der Innenstadt.

Gerne wird die Seniorenzeitung „Aus unserer Sicht“ gelesen, die kostenlos ist und vier Mal jährlich erscheint. Die Notfalldose wurde vorgestellt und verteilt. Hier werden wichtige Dokumente wie Patientenverfügung, Arztbriefe und einzunehmende Medikamente aufbewahrt.

Sehr erfolgreich ist die Zusammenarbeit mit dem Jugendrat. Bei Veranstaltungen des Smart Cafés werden Fragen der Senioren beim Umgang mit dem Smartphone oder Tablet von jungen Leuten aus dem Jugendrat fachmännisch erklärt.

Bestens aufgestellt ist Ratingen mit seinen bequem erreichbaren städtischen Senioren-Begegnungsstätten. Hier finden auch die Sprechstunden des Seniorenrates statt, zu der alle älteren Bürger eingeladen sind.

Gut besuchte Informationsveranstaltungen und Podiumsdiskussionen zur  Gesundheitsreform, Pflegeversicherung oder zur „Abzocke im Alter“ wurden organisiert. Auf dem Rollatortag stand ein Rheinbahnbus auf dem Marktplatz, so dass das Ein- und Aussteigen geübt werden konnte.

Bei der Erreichbarkeit und der Umsetzung der Ziele ist oft Beharrlichkeit und Geduld gefragt. Die elf Seniorenratsmitglieder werden alle fünf Jahre gewählt. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden Helmut Freund und den beiden Stellvertretern Jürgen Schroeder und Suse Nowka. Sie alle sind für alle Sorgen und Nöte ansprechbar und vertreten die Interessen der älteren Bürger. Sie sind Mittler zwischen den Senioren sowie der Verwaltung und dem Rat der Stadt, in den Sitzungen haben sie Rederecht.

Information über den Seniorenrat gibt es auf der eigenen Internetseite

Der Seniorenrat mit (vorne von links) Siegfried Reuter, Karin Weidner-Hegenbarth, Marga Erkes, Suse Nowka, Helli-Brigitte Kucklick, Anneliese Robertz, Jürgen Schroeder und Andreas Dick und (hintere Reihe von links) Klaus Dähne (Ersatzmitglied), Professor Robert Lichter, Helmut Freund (Vorsitzender) und Hans Hahn. (Foto: privat)

Werbung