Schützenchef: Wir blicken nach vorne

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Lintorf. Noch vor gut einer Woche riefen die Schützen zur Diskussion auf, wie sie das Schützenfest 2020 gestalten können. Jetzt steht fest, dass das Schützenfest erstmals seit Wiederbegründung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1464 im Jahre 1948 ausfallen wird. Das ist eine für die Bruderschaft harte Entscheidung. „Aber wir blicken nach vorne und überlegen, wie wir als Bruderschaft gestärkt aus der Krise kommen können“, sagt Schützenchef Andreas Preuß.

1936, während der nationalsozialistischen Diktatur, löste sich die Bruderschaft auf, um nicht gleichgeschaltet zu werden. Das war eine freiwillige, aber noch viel härtere Entscheidung. Denn niemand konnte auch nur ahnen, dass schon zwölf Jahre später, die Bruderschaft wieder aufleben würde.

Unsere Vorfahren gingen vermutlich davon aus, dass dies das Ende der 1464 gegründeten Bruderschaft war. Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft!

Andreas Preuß

Die Schützen denken positiv. Irgendwann werde es einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben oder ein Medikament dagegen. Dann werden die Bruderschaft und das Schützenbrauchtum wieder Durchstarten können. Die Zeit bis dahin wollen die Lintorfer Schützen nutzen, um sich darauf vorzubereiten.

Was in diesem Jahr noch möglich sein werde, wisse niemand, so der Schützenchef. Aber vielleicht ergibt sich in den kommenden Wochen und Monaten doch noch etwas, was die Bruderschaft gemeinsam veranstalten könne.

„Gehen wir diese schwierige Zeit gemeinsam an und blicken zuversichtlich in die Zukunft“, gibt Andreas Preuß seinen Schützen mit auf den Weg.

Schützenchef Andreas Preuß (vorne) beim Schützenzug 2019 mit der Goldenen Mösch (Foto: privat)

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