Schützenbruderschaft: Gedenken der Gefallenen

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Lintorf. Ein ungewohntes Bild am alten Friedhof am Sonntagmorgen. Neben dem Vorstand des Tus 08 Lintorf hatten sich auch die Mitglieder der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lintorf 1464 zum Volkstrauertag am alten Friedhof eingefunden. Gemeinsam gedachten sie dort der im Krieg gefallenen Mitglieder des Sportvereins und legten einen Kranz am Ehrenmal nieder. Anschließend ging es dann, vom Tambourscorps Lintorf begleitet, zur großen Gedenkfeier auf der Drupnas. Vertreter der Kolpingfamilie, der Reservistenkameradschaft, der Werbegemeinschaft Lintorf, der KAB, des Heimatvereins und der politischen Parteien wohnten der Feier bei. Musikalisch wurden sie vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde begleitet.

Schützenchef Andreas Preuß mahnte an, dass wir rückblickend und nur mit unserem heutigen Wissen behaupten können, dass sich die Lintorfer und viele andere Soldaten den Kriegen hätten entziehen können. Wie schwer, wenn nicht gar unmöglich, das damals war, zeige die Gegenwart uns nur zu oft. Selbst unter weit toleranteren Bedingungn fehle es jedem von uns häufig an Zivilcourage und Mut der gängigen Mehrheitsmeinung entgegen zu treten und Hass, Ausgrenzung und Gewalt gegen andere zu verhindern. Bürgermeister Konrad Pesch fragte nach dem Sinn eines staatlich verordneten Volkstrauertags. Seine persönlichen Erfahrungen zeigen jedoch, dass nach der Entspannungsphase Ende der 80er Jahre zwar alle dachten, der Weltfriede sei möglich, dass man aber aktuell zugeben müsse, wieder sehr weit davon entfernt zu sein.

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