Schmerz ausgeknipst – Operation der Halswirbelsäule

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Kaiserswerth. Chefarzt Professor Sönke Frey und André Gorbachevski, Leiter der Wirbelsäulenchirurgie der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Handchirurgie, haben die erste Halswirbelsäulen-Operation im Florence-Nightingale-Krankenhaus durchgeführt. Die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen vom obersten Halswirbel bis zum unteren Wirbelsäulenende gehört zum erweiterten Leistungsspektrum der Klinik.

Der 38-jährige Patient, Marco Jungmann, hatte eines Morgens im Bett nach seinem Hund gegriffen, einen lauten Knacks vernommen und starke Schmerzen vom Nacken bis in die Finger der linken Hand verspürt. Den linken Arm konnte er nicht mehr ausstrecken. Durch einen Bandscheibenvorfall zwischen dem sechsten und dem siebten Halswirbel war der Nerv eingeklemmt, was einen heftigen Dauerschmerz und eine Lähmung der linken Armstreckung zur Folge hatte. Vom niedergelassenen Orthopäden wurde er ins FNK überwiesen, um den Bandscheibenvorfall entfernen und die Bandscheibe durch ein Implantat ersetzen zu lassen.

Da der Patient bei der Aufnahme im Krankenhaus im linken Arm nichts mehr spürte, entschieden sich die beiden Ärzte, Professor Sönke Frey und André Gorbachevski, den Eingriff sofort durchzuführen und nicht bis zum geplanten Termin am Folgetag zu warten. Über einen nur drei bis vier Zentimeter kleinen Schnitt in der Hautfalte am Hals gelangten die beiden Operateure ins Gewebe. In einer ca. einstündigen Operation konnten sie die defekte Bandscheibe entfernen und durch ein Implantat ersetzen.

„Mit der Entfernung des Bandscheibenvorfalls kann der eingeklemmte Nerv entspannen. In den meisten Fällen verschwindet damit der Schmerz so plötzlich wie er gekommen ist. Der kleine Schnitt wird später kaum noch zu sehen sein“, erklärt Frey.

„Ich bin so froh, dass ich keine Schmerzen mehr habe! Der Schmerz ist wie ausgeknipst“, freut sich Marco Jungmann, der bereits drei Tage nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen konnte. Die Behandlung wird vom niedergelassenen Orthopäden fortgesetzt. Auch die neurochirurgische Reha will Marco Jungmann ambulant durchführen, um den Arm bald wieder vollständig bewegen zu können.

Foto: Frank Elschner

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