„Sagenpapst“ Sondermann liest im Tragödchen

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Ratingen. Am Donnerstag, 29. September, besucht der Autor und Diplom-Theologe Dirk Sondermann das Tragödchen im Buch-Café „Peter und Paula“ in der Grütstraße 3-7. Im Gepäck hat er bergische Sagen, die er zusammen mit Charlotte und Bernhard Schultz ab 20 Uhr liest, erzählt und singt.

Sagen sind weit mehr als bloße Geschichten. Sie zeugen von Geschehnissen, von Glück, Schicksalen und Ängsten, Ereignissen und Unerklärbarem, Ideen und Traditionen. Sagen sind ein Teil der Identität eines Ortes. Trotz jahrhundertelanger Tradition sind Sagen nicht erstarrt, bis in die Gegenwart werden sie tradiert, weiter, neu und anders erzählt. Es entstehen sogar neue, moderne Sagen. Doch wer kennt schon tatsächlich die alten und typischen Sagen der Region und könnte sie selbst erzählen? Wer weiß schon um die Fülle der hier handelnden Geschichten, die längst bereichert wurden durch Überlieferungen von Menschen aus aller Welt, die hier Arbeit und Auskommen fanden?

Dirk Sondermann, der „Sagenpapst des Ruhrgebiets“,  hat bisher sechs Sagenbücher herausgegeben. Mit einer Gesamtauflage von über 30.000 Exemplaren ist er ein vielgelesener Autor des Reviers. 2003 gründete Sondermann das Institut für Erzählforschung im Ruhrgebiet, dessen Internetauftritt  von der Kulturhauptstadt Europas gefördert wurde. Aus seinen Werken  lasen  öffentlich Schauspieler wie Peter Lohmeyer (Das Wunder von Bern). Seine Ruhrsagen wurden von dem Komponisten Wolfram Buchenberg vertont: „Sieben Sagen. Eine Ruhrsinfonie.“ Das Orchesterwerk wurde in Hagen erfolgreich aufgeführt und auf einer CD veröffentlicht.

Foto: privat

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