Sabine Seume zeigt ihr neues Tanzstück Infinity

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Kaiserwerth. Nach zwölf Jahren steht die Tänzerin und Choreographin Sabine Seume erstmals wieder alleine auf der Bühne. Im Atelier Performative Künste nimmt sie mit ihrem neuen Tanzstück Infinity das Publikum mit auf eine Reise in die Unendlichkeit. Am Freitagabend feierte ihr Solo Premiere. Weitere Vorstellungen sind am Samstag und Sonntag, 22. und 23. August, in der Kittelbachstraße 51 in Kaiserswerth zu sehen. Anmeldung erforderlich (tanz@sabine-seume.de).

Die Räder drehen sich und drehen sich. Die Uhr tickt – schneller und immer schneller. Die Zeit rast, sie lässt sich nicht aufhalten oder zurückdrehen. Das Thema Unendlichkeit beschäftigt Sabine Seume bereits seit vielen Jahren. Genieße ich den Augenblick oder traure ich der Zeit nach? Gibt es ein Anfang und ein Ende? Kann ich das als Individuum, in meiner Kleinheit als Mensch, im Großen definieren? In Infinity fordert die Düsseldorferin die Zuschauer auf ihren persönlichen Assoziationen und Imaginationen einen Raum zu geben. Die Themen Geburt, Sterben und ein mögliches Leben nach dem Tod werden aufgegriffen. Auch Haare als Synonym des Wachstums, des Ausdrucks und der Veränderung sowie das Zittern werden in den Fokus gestellt. „Zittern ist für mich der Lebensfluss“, erklärt die Künstlerin und fügt hinzu: „Die Nervenimpulse, die uns immer begleiten – manchmal angenehm, manchmal unangenehm oder vielleicht besser unvorhergesehen – sind oft eine Überraschung des Lebens.“


Infinity lebt von Sabine Seumes persönlicher Handschrift. Wieder ein Solo zu tanzen sei für die Folkwang Absolventin (Pina Bausch) etwas sehr Wertvolles. „Ich bin ganz ich selbst. Es ist mein Tanz, meine Bewegung und ich bin auf mich selbst zurückgeworfen, ihn zu gestalten“, sagt Sabine Seume. Unterstützt wird die Künstlerin (Choreographie/Tanz) von Jakob Rullhusen (Komposition/Musik), Radovan Matijek (Bühnenbild), Andreas Simon (Dramaturgie) und Tobias Heide (Lichtdesign).

Stark geprägt ist Sabine Seumes Performance durch die japanische Tanzform Butoh. „Meine Zeit in Japan hat mich stark geprägt – das Versuchen Hinzuschauen, Hinzuspüren und schnörkellos zu arbeiten.“ Daher habe sie für Infinity auch ein schlichtes Ende gewählt. „Das mag ich einfach.“

Zur Person
Die Düsseldorfer Choreographin und Tänzerin Sabine Seume begann ihre Ausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen unter Pina Bausch. In Tokio tanzte sie sechs Jahre in der Butoh-Companie Ariadone von Carlotta Ikeda und setzte sich intensiv mit östlicher Ästhetik und den künstlerischen Ausdrucksformen asiatischer Kulturen auseinander. Ihre Arbeiten sind auch heute noch geprägt von östlichen Einflüssen. In rund 40 Jahren Choreographie-Erfahrung und durch die Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern, etwa aus den Sparten Musik und Malerei, entwickelte sie ihre persönlichen, eigenwilligen Ausdrucks- und Darstellungsformen. Geburt, Leben, Tod und Verwandlung sind ihre Themen. Sie setzt an in den Tiefen der Seele.


Eintritt auf Spendenbasis
Infinity hatte am Freitag im Atelier Performative Künste, Kittelbachstraße 51 (Ecke Alte Landstraße), Premiere. Weitere Aufführungen sind am 22. und 23. August jeweils ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich unter tanz@sabine-seume.de oder Telefon 01522/9488290. Bei der Reservierung bitte die Telefonnummer für einen eventuellen Rückruf hinterlassen.

Foto: Ludger F.J. Schneider

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