Russisches Programm in der Philharmonie

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Essen. Ein russisches Programm erwartet das Publikum im neunten Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker: Am Donnerstag, 20., und Freitag, 21. April, jeweils um 20 Uhr in der Philharmonie Essen prallen mit Pjotr I. Tschaikowski und Dmitri Schostakowitsch zwei musikalische Welten aufeinander. Karten zum Preis von 17 bis 41 Euro unter Telefon 0201/81 22200 und im Internet.

In seinen „Rokoko-Variationen“ für Violoncello und Orchester huldigte Tschaikowski der Wiener Klassik. Privat und beruflich befand sich der Komponist in den 1870er Jahren in einer Tiefphase. Mit den hellen und unbekümmerten Variationen flüchtete er gleichsam in eine andere Welt. Solist in diesem Werk ist der Cellist Sebastian Klinger, der 2001 den Deutschen Musikwettbewerb gewann und inzwischen mit namhaften Orchestern wie dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks musiziert.

Schostakowitsch musste sich weniger den eigenen Geistern als den realen politischen Bedrohungen stellen. Er vollendete seine siebte – die so genannte Leningrader – Sinfonie, sein heute bekanntestes Werk, in den Wochen nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion und widmete sie unter anderem dem „Kampf gegen den Faschismus“. Traumverloren-Kammermusikalisches kontrastiert Schostakowitsch immer wieder mit Militärgerassel. Die ersten Aufführungen fanden unter Bombenangriffen statt, doch die Zuhörer weigerten sich stets, sich in die Schutzräume zu begeben und das Konzert zu beenden. Zu stark waren die Macht und Ausdruckskraft dieser Musik.

Am Pult der Essener Philharmoniker steht Pedro Halffter, Künstlerischer Leiter des Teatro de la Maestranza in Sevilla und seit 2004 Chefdirigent des Orquesta Filarmónica de Gran Canaria.

Cellist Sebastian Klinger (Foto: Georg Thum)

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