Rücksichtnahme ist nicht jedermanns Sache

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Ratingen-Ost. Am Dienstag, 17. März, fuhr ein 53-jähriger Düsseldorfer mit seinem Fahrrad den Frommeskothen. Auf beiden Seiten der Fahrbahn parkten Fahrzeuge, so dass die Fahrbahn verengt war. Als dem Radfahrer ein Opel Astra entgegen kam, der – aus Sicht des 53-Jährigen – zu weit auf „seiner Seite“ der Fahrbahn fuhr, spuckte er dem Astra auf die Windschutzscheibe und setzte seine Fahrt mit dem Rad fort.

Der Autofahrer, ein 67-jähriger Ratinger, wendete und fuhr zügig hinter dem Radfahrer her. Nach Zeugenangaben überholte der Astra-Fahrer den Düsseldorfer und seine ebenfalls mit dem Rad fahrende Begleiterin und stoppte deren Fahrt, indem er den Opel quer auf der Fahrbahn abstellte. Der Ratinger stieg aus seinem Auto und schubste den Fahrradfahrer, so dass dieser zu Boden fiel. Der 53-Jährige Düsseldorfer verletzte sich hierbei leicht. Auch sein Fahrrad wurde durch den Sturz beschädigt.

Gegen den 67-jährigen Ratinger wurde durch die hinzugezogenen Polizisten ein Strafverfahren, unter anderem wegen Nötigung und Körperverletzung, eingeleitet. Da es sich in diesem Fall um ein sogenanntes „Aggressionsdelikt im Straßenverkehr“ handelt, besteht neben der strafrechtlichen Sanktionierung auch die Möglichkeit des Führerscheinentzugs. Dies kann im Übrigen auch für den Fahrradfahrer gelten, da auch das Verhalten seitens des Düsseldorfers auf eine strafbare Handlung derzeit noch geprüft wird.

Foto: Polizei

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