RMG: Druckereien kein Einzelfall?

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Lintorf/Ratingen. Im Lintorfer bemängelte vergangene Woche der Unternehmer Alfred Preuß, dass die Ratingen Marketing GmbH (RMG) entgegen ihren eigenen Werbekampagnen nicht bei den Ratinger Druckereien bestellen würde. Die Druckereien seien angeblich zu teuer. Der unabhängige Bürgermeisterkandidat Manfred Evers fragte im Lintorfer, ob die Politik das städtische Unternehmen besser kontrollieren müsse. Inzwischen meldeten sich weitere Ratinger Unternehmer bei der Redaktion, die ähnliches berichten.

„Ich bin auch ein Bauer(n)opfer“, schrieb ein Unternehmer der Redaktion. Er hätte nicht verstanden, weshalb seine Mitarbeiter sich weigerten, zur RMG zu fahren. Bis er deshalb die Aufgabe selbst übernommen habe. „Obwohl Frau Bauer den Termin haben wollte, hat sich mich eine Stunde warten lassen und dann unverrichteter Dinge nach Hause geschickt“, berichtet der Unternehmer.

Ein anderer erzählt der Redaktion, dass er der RMG ein Konzept für eine Veranstaltung in Ratingen vorgeschlagen habe. Nina Bauer sei begeistert gewesen und habe gesagt, sie würde sich melden. „Einige Monate später hat die RMG die Veranstaltung nach meinem Konzept durchgezogen, ohne mich noch daran zu beteiligen“, äußert er seine Verärgerung gegenüber der Redaktion des Lintorfers.

Dass RMG-Geschäftsführerin Nina Bauer lieber billig auswärts drucken lässt, kommentiert der Lintorfer Joachim Dangelmeyer so: „Der Preis ist nur eine Sache, die Qualität eine andere. Und die ist bei den Druckereien vor Ort tadellos – und schneller sind sie auch.“ Er empfiehlt der Klimabeauftragten der Verwaltung sich auch einmal den ökologischen Fußabdruck der Online-Druckerzeugnisse anzuschauen, die oft durch die halbe Republik transportiert würden.

Kampagnen der Wirtschaftsörderung und des Stadtmarketings, dass die Bürger in ihrer eigenen Stadt einkaufen sollen, gibt es in vielen Städten. Natürlich immer verbunden mit gedrucktem Werbematerial. Eine Nachfrage bei Druckereien in der Nachbarschaft hat bei den Chefs nur Kopfschütteln hervorgerufen. Natürlich wurden sie von ihrem Stadtmarketing beauftragt, das Material zu drucken.

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