Rheinbahn: Test nextTicket 2.0 läuft seit 100 Tagen

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Düsseldorf. Seit dem 15. Juni können Nahverkehrskunden im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine neue Ticket-Generation über ihr Smartphone nutzen. Mit dem federführend von den Stadtwerken Neuss in Kooperation mit der Rheinbahn Düsseldorf und dem VRR entwickelten next-Ticket 2.0 steht den Fahrgästen an Rhein und Ruhr ein elektronischer Tarif zur Verfügung, der ihnen den Zugang zum Öffentlichen Personennahverkehr erleichtert. Nach 100 Tagen kann nun eine erste positive Zwischenbilanz gezogen werden: Seit dem Start haben über 6000 registrierte Nutzer mehr als 15.000 Fahrten mit dem nextTicket 2.0 durchgeführt – ein guter Wert angesichts der durch die Pandemie erfolgten generellen Einbrüche im ÖPNV. Es können sich VRR-weit auch weiterhin noch neue Tester anmelden und mitmachen.

Feldtest mit Schwerpunkt im Neuss-Düsseldorfer-Raum
Werbliche Schwerpunkte für den Feldtest nextTicket 2.0 sind Neuss und Düsseldorf. Das zeigt offenbar Wirkung, denn rund 70 Prozent aller nextTicket-Fahrten wurden von Düsseldorf und Neuss aus durchgeführt. Fast zehn Prozent aller Fahrten (1461) erfolgten dabei im Pendelverkehr zwischen den beiden Nachbarstädten. Die Hauptnutzung erfolgte hier im Bereich der heutigen Preisstufe B.

Durch die Berechnung des Fahrpreises aus dem Festpreis (1,40 Euro) und dem Preis für den zurückgelegten Luftlinienkilometer (0,26 Euro) ergeben sich andere Fahrpreise als im klassischen VRR-Tarif. Eine Fahrt von Neuss (Haltestelle Stadthalle/Museum nach Düsseldorf (Haltestelle Graf-Adolf-Platz) kostet im Einzelticket, Preisstufe B derzeit sechs Euro. Beim nextTicket wird die Luftlinie von sieben Kilometern berechnet. Der nextTicket-Tester zahlt dann 3,22 Euro. Dies ist eine Ersparnis von 2,78 Euro pro Fahrt.

Die Top-Check-In-Haltestellen sind bislang „Heinrich-Heine-Allee“, „Düsseldorf Hauptbahnhof“ und „Neuss Hauptbahnhof“. Die beiden am häufigsten genutzten Verbindung sind in beiden Richtungen zwischen Neuss Hauptbahnhof und Düsseldorf Hauptbahnhof. Beim Alter der Testteilnehmer ist bislang ein klarer Schwerpunkt zwischen 23 und 57 Jahren erkennbar. Hauptnutzungstag des nextTickets ist der Freitag.

Tester sind zufrieden
Martina Hammes aus Neuss hat das nextTicket schon 40 Mal genutzt. „Ich finde es sehr praktisch an der Haltestelle unkompliziert und schnell einzuchecken. Gerade in Corona-Zeiten weiß ich diese kontaktlose Variante zu schätzen“, so die Vielfahrerin. „Ich habe auch schon längere Fahrten gemacht, etwa nach Grevenbroich oder Düsseldorf-Eller. Da merkt man die Geldersparnis durch den Luftlinientarif schon deutlich. Das nextTicket habe ich im Bekanntenkreis schon mehrfach und erfolgreich weiterempfohlen.“

Teilnahme
Der Praxistest ist zunächst für ein Jahr angelegt, mit der Option auf Verlängerung. Während der nextTicket-2.0-Laufzeit ist die maximale Nutzeranzahl auf 15.000 Kunden beschränkt. Fahrgäste können die nextTicket-App der Stadtwerke Neuss kostenlos im App-Store von Apple und im Google-Play-Store herunterladen. Zum Starten der App benötigen die Kunden ihren Benutzernamen und das Passwort, das sie bei der Registrierung angegeben haben. Um die App nutzen zu können ist es notwendig, bei der Registrierung die Zahlungsdaten zu hinterlegen. Zur Berechnung des korrekten Fahrpreises müssen zudem die Ortungsdienste für die App aktiviert werden.

Unter www.nextTicket.de finden Nahverkehrskunden detaillierte Information und die Möglichkeit, sich als Teilnehmer zu registrieren.

Foto: Rheinbahn

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