Rhein als Symbol der Hoffnung

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Düsseldorf. Acht Monate wanderte der renommierte Düsseldorfer Künstler Stephan Kaluza den gesamten Rhein entlang – von der Quelle im schweizerischen Piz Badus bis zur Mündung in Rotterdam. Alle 70 bis 90 Meter machte Kaluza ein Foto des linken Rheinufers. Das Ergebnis: Auf der gesamten Flusslänge von 1620 Kilometern hat Stephan Kaluza den Rhein in 21.449 Aufnahmen lückenlos fotografisch erfasst – als erster und einziger Künstler.

Jetzt entstand aus den über 21.000 Fotografien ein überdimensionales Fotokunstwerk – 100 Meter lang und 2,35 Meter hoch – mit dem Schriftzug: „Alles bleibt im Fluss – Stephan Kaluza – Das Rheinprojekt“. Es ziert seit Montag für vier Wochen die imposante Fassade des Andreas Quartiers mit seinen sechs Säulen an der Mühlenstraße 34 in Düsseldorf, dem ehemaligen Amts- und Landgericht.

„Da die Museen geschlossen sind und die Menschen nicht zur Kunst kommen dürfen, wollten wir die Kunst zu den Menschen bringen“, betont Uwe Schmitz, Kunstförderer und Vorstand des Unternehmens Frankonia Eurobau AG, und damit Inhaber des Andreas Quartiers. Er fügt hinzu: „Wir wollen in diesen schwierigen Zeiten mittels der Kunst ein positives Signal setzen und Zuversicht vermitteln.“  Zudem weist Uwe Schmitz daraufhin, dass Wasser und Kunst die Themenschwerpunkte im Andreas Quartier bilden. Der Künstler HA Schult hat mit dem Kunstprojekt „Action Blue“ im gesamten Hotelbereich den Anfang gemacht. Auslöser für beide Kunstaktionen war, dass die Düssel hier direkt unter dem Andreas Quartier fließt und in den Rhein mündet.

Durch die Verdichtung der Einzelbilder zu einem einzigen Bild gelingt es dem Künstler Stephan Kaluza, den Gegenstand seiner Fotos auf neue Art sichtbar und erfahrbar zu machen. Kaluza schuf für die Fotografie, was bis dahin der Malerei vorbehalten war: die Perspektive auf das große Ganze. 

Dirk Geuer, der das Projekt mit seiner Galerie Geuer & Geuer unterstützt und begleitet, ergänzt: „Künstler können wie Seismographen für unsere Gesellschaft sein und ihre Kunst kann uns helfen, die Begebenheiten unserer Zeit besser zu verstehen. Das Andreas Quartier macht die Kunst von Stephan Kaluza auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten sichtbar und erlebbar und möchte ein positives Zeichen an die Menschen senden.“ 

Stephan Kaluza wurde am 5. April 1964 in Bad Iburg geboren. Er studierte u.a. Kunstgeschichte an der Hochschule Düsseldorf, Peter Behrens School of Arts und an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1995 stellt der studierte Künstler, der auch literarisch arbeitet, seine Werke u. a. im Museum on the Seam, Jerusalem, im State Museum of Contemporary Art, Seoul, in den Kunsthallen Düsseldorf und Osnabrück, im Zendai Museum of Modern Art, Shanghai, im Kunstverein Bethanien, Berlin aus. Stephan Kaluza ist auch als Autor zahlreicher Theaterstücke, Hörstücke und literarischer Prosa erfolgreich.

Dirk Geuer (von links), Stephan Kaluza und Uwe Schmitz (Foto: Sebastian Drüen)

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