Rentner sein in Düsseldorf ist teuer

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Berlin/Düsseldorf. Die Kaufkraft der Renten in Deutschland variiert regional um bis zu 52 Prozent. So haben 1000 Euro für Rentner in München – dem teuersten Altersruhesitz – eine Kaufkraft von 760 Euro. Im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster – dem bundesweit günstigsten Wohnort – liegt der reale Wert dagegen bei 1160 Euro, in Düsseldorf bei 906 Euro und im Kreis Mettmann bei 996 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos für die Initiative „7 Jahre länger“ erstellt hat.

„Der Wohnort hat großen Einfluss auf die Lebenshaltungskosten und damit den Wohlstand im Alter“, sagt Studienautor Heiko Burret. Teurere Gegenden müssten jedoch nicht zwangsläufig unattraktiver sein, da die Löhne und somit auch die Renten dort tendenziell höher seien als in günstigeren Regionen. „Einbußen beim Lebensstandard drohen überall dort, wo die Alterseinkünfte im Verhältnis zum regionalen Preisniveau sehr niedrig ausfallen“, so Burret.

Düsseldorf und Köln in NRW am teuersten, Höxter am günstigsten
In Nordrhein-Westfalen lässt sich der Ruhestand vielerorts günstig verbringen. Lediglich in sieben der 53 Kreise und kreisfreien Städte liegen die Lebenshaltungskosten über dem Bundesdurchschnitt. Teuer sind vor allem die wirtschaftsstarken Orte Düsseldorf und Köln: 1000 Euro haben dort eine Kaufkraft von 906 Euro (Düsseldorf) und 908 Euro (Köln), das Preisniveau liegt in beiden Metropolen rund zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Viele andere Großstädte im Land zeichnen sich dagegen durch moderate Lebenshaltungskosten aus. In Bochum zahlen Rentner etwa rund drei Prozent und in Duisburg etwa sechs Prozent weniger als im nationalen Mittel. Noch günstiger ist das Leben in ländlichen Regionen beiderseits des Rheins. Im Kreis Höxter ist das Preisniveau um zehn Prozent niedriger als im Bundesschnitt und gut 20 Prozentpunkte günstiger als in Köln.

Kaufkraftvergleich basiert auf Warenkorb von Senioren
Für die Auswertung hat Prognos die Lebenshaltungskosten der Rentner in 401 Kreisen und kreisfreien Städten verglichen. Eigens dafür passte das Institut die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen an. Gesundheitsausgaben und Mieten haben in dieser Altersgruppe zum Beispiel ein höheres Gewicht. Kosten für Bildung spielen dagegen eine geringere Rolle.

Lebenskostenplaner gibt Überblick über typische Alltagsausgaben
Wie hoch die Lebenshaltungskosten nicht nur im Alter sind, können viele Menschen nur grob abschätzen. Hilfe bietet dabei der Lebenskostenplaner auf 7jahrelaenger.de. Der Planer listet die durchschnittlichen Ausgaben der Deutschen für 24 alltägliche Dienstleistungen und Produkte auf und ermittelt die Gesamtausgaben für einen Zeitraum von einem Jahr bis maximal 35 Jahre.

Foto: pasja1000 auf Pixabay

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