Reisetagebuch: Anstehen für Labskaus

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Lintorf/Wilhelmshaven. Der Lintorfer Urlauber machte am Samstag einen Ausflug nach Wilhelmshaven. Es war für die Einheimischen ein ganz besonderer Tag: Es war Labskaustag. Und für ihr Leibgericht stehen die Norddeutschen gerne schon einmal in der Schlange. Doch der Reihe nach.

Kaum in der Stadtmitte der Hafenstadt angekommen, tönt dem Reisenden aus Lintorf Seemannmusik entgegen. Ein Shantychor singt in der Wilhelmshavener Einkaufsmeile. Davor Bierbänke und Tische, bereits gut besetzt an diesem frühen Samstagmittag. Daneben ein Stand, an dem man Labskaus kaufen kann. Die, die an den Tischen sitzen, haben ihn bereits vor sich stehen, den Labskaus. Aber der Lintorfer denkt sich dabei nichts, noch nicht.

Ein paar Meter weiter steht der nächste Stand, an dem es Labskaus zu kaufen gibt. Wieder sitzen vielen drum herum und genießen ihr Leibgericht.

Vor der Nordseepassage, einem großen Einkaufszentrum, steht dann die Bundeswehr (Foto). Auch sie verkauft aus der großen Gulaschkanone – Labskaus. Die Schlange davor, es ist noch nicht Mittag, ist bestimmt 30 oder 40 Meter lang – und wächst beständig. Nicht weil die Bundeswehr so langsam austeilt, sondern weil sich immer mehr Wilhelmshavener anstellen.

Und in der Einkaufspassage geht es weiter: eine Labskaus-Ausgabestelle nach der anderen. Alle umlagert von hungrigen Norddeutschen. Schnell recherchiert der Lintorfer Reisende im Internet: In Wilhelmshaven ist Labskaustag.

Zum 16 Mal wird nun schon das große Labskaus-Essen in Wilhelmshaven veranstaltet. 13 Wilhelmshavener Gastronomen bieten an ihren Ausgabeständen jeweils die eigene persönliche Variante der Labskausverköstigung an. Gleich ist bei allen Gerichten, dass ein Spiegelei und ein eingelegter Hering dazu gehören. Das Labskaus selbst ist ein Eintopf aus Kartoffeln und Rindfleisch.

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