Rehhecke: Vollsperrung übertrieben?

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Lintorf. Am Freitag meldete der Lintorfer, die Sperrung der Rehhecke in Höhe des Zechenweges (Rehhecke bis Sonntag gesperrt). Am Abend schickte die Redaktion den Fotografen los, um ein Bild von der Sperrung zu machen. Der Fotograf kam zurück und meinte: „Frau Hümbs hat Recht!“

Gabriele Hümbs hatte auf Facebook zur Sperrung geschrieben: „Völliger Schwachsinn! Hätte man mit einer Bauampel regeln können. Busse können schließlich auch durchfahren .“

Unser Fotograf hält die Sperrung nicht nur für überflüssig, es hält sich auch niemand daran. In den fünf Minuten, die er an der Baustelle war, um ein Foto zu machen, seien mindestens fünf Autos in Richtung Breitscheider Weg durchgefahren.

Das allerdings ist kein Wunder. Denn die Umleitung führt über die Speestraße, Am Löken und Breitscheider Weg. Ein riesiger Umweg, wenn man doch so einfach an der Baustelle vorbeifahren kann.

Vermutlich wäre jetzt am Wochenende nicht einmal eine Baustellenampel notwendig gewesen. Es hätte wahrscheinlich eine Beschilderung gereicht, die einer Seite die Vorfahrt gewährt.

Anmerkung der Redaktion
Manchmal benutzen wir Wörter, ohne wirklich über deren Sinn nachzudenken. Vollsperrung ist so ein Wort, dass übrigens gerne in Verkehrshinweisen benutzt wird. Eine Straße, die gesperrt ist, kann nicht passiert werden. Das haben wir in den vergangenen Monaten leidvoll an den Grenzen erfahren müssen, die gesperrt waren. Was also ist eine Vollsperrung? Ist die Straße noch gesperrter als gesperrt? Oder ist es nur der berühmte weiße Schimmel? Andererseits, lieber eine Vollsperrung als ein englisches Wort, das bestimmt super cool klingen würde. Vollsperrung klingt ja doch irgendwie altbacken.

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