Regierungspräsidentin bringt Geld

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Ratingen. Die Stadt Ratingen erhält Fördermittel aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportanlagen des Heimatministeriums für den Bau einer Pumptrack-Anlage auf dem Spielplatz an der Dieselstraße in Ratingen-West. Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher fand dieses Projekt, von dem vor allem Kinder und Jugendliche profitieren werden, so spannend, dass sie es sich nicht nehmen ließ, Bürgermeister Klaus Pesch den Förderbescheid von rund 540.000 Euro persönlich zu übergeben. Mit dabei waren die Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese und Peter Beyer, die Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt, Staatssekretär Jan Heinisch aus dem NRW-Heimatministerium, Vertreter der zuständigen Fachbereiche in der Verwaltung sowie, last but not least, Vertreter des Jugendrates sowie eine Gruppe von Jugendlichen, die den Stein erst ins Rollen gebracht hat.

Man traf sich an Ort und Stelle auf der bereits seit drei bis vier Jahrzehnten bestehenden Fahrrad- und Rollschuhbahn im Grüngürtel Ratingen-West. Diese war damals eine Attraktion, ist aber in die Jahre gekommen und von ihrer Anlage her nicht mehr zeitgemäß. Freizeitsport auf Rollen oder Rädern ist heute vielfältiger und akrobatischer, entsprechend sollte eine solche Anlage modelliert sein. Eine Pumptrack-Anlage ist ein befestigter, welliger Rund-Parcours, in dem der Vortrieb des Rades durch Auf- und Abverlagerung des Körpergewichtes (Pumpen) erzeugt wird. Der Pumptrack ist eine sehr gute Vorstufe zum Dirtpark, der bereits vor rund einem Jahr im Stadtteil Hösel realisiert wurde. „Gemeinsam  mit den Jugendlichen schon bestehende Freizeitorte zeitgemäß umzugestalten ist eine wunderbare Idee. Die  Bedürfnisse der jungen Generation zu erfragen und unsere „Heimat“ dann anzupassen ist der Weg, den wir noch viel häufiger gehen sollten“, erklärt Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher.  

Jugendliche aus dem Stadtteil hatten sich eine solche Anlage gewünscht. Mit der Idee hatten sie sich zunächst an das Mitarbeiterteam vom Abenteuerspielplatz gewandt. Von dort wurde der Kontakt zum Jugendrat hergestellt. Die Pumptrack-Initiative und Mitglieder des Jugendrates sind an die Stadtverwaltung herangetreten, wo sie wie immer ein offenes Ohr fanden. „Es hat in unserer Stadt eine lange Tradition, dass Spielanlagen für Kinder und Jugendliche unter intensiver Beteiligung der Zielgruppe in allen Phasen der Planung gebaut oder erneuert werden“, so Bürgermeister Klaus Pesch. „Das städtische Kinder- und Jugendbüro und unsere Freiraumplaner der Abteilung Stadtgrün arbeiten da sehr gut Hand in Hand. Das führt zu großer Zufriedenheit und hat sich bewährt. Umso mehr freue ich mich, dass uns Bund und Land mit der Förderung die Möglichkeit einräumen, diese außergewöhnliche und attraktive Funsport-Anlage zu realisieren.“ Ergänzt wird diese im Übrigen durch einen inklusiven Spielbereich.

Da mit den bewilligten Bundes- und Landesmitteln die Realisierung der Pumptrack-Anlage nunmehr gesichert ist, kann jetzt der nächste Schritt folgen, sprich: Die jugendlichen Nutzer werden bei den Planungen ins Boot geholt, so wie es schon seit vielen Jahren in Ratingen erfolgreich praktiziert wird. Im Herbst diesen Jahres wird das Jugendamt die Ratinger Pumptrack-Szene zu Planungstreffen einladen, in denen der Parcours entwickelt und, voraussichtlich mittels eines selbst gebastelten Modells, visualisiert wird.

Foto: Achim Blazy

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