Reformationsjubiläum im Zeichen der Ökumene

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Lintorf. Am 31. Oktober jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther, der Überlieferung nach, an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug. Während in früheren Jahrhunderten Reformationsjubiläen national und in konfessioneller Abgrenzung begangen wurden, soll das Reformationsjubiläum von Offenheit, Freiheit und Ökumene geprägt sein.

In Lintorf gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine eigenständige evangelische Gemeinde. Anhänger Martin Luthers aber gibt es schon viel länger in Lintorf. Im frühen 17. Jahrhundert etwa vertrieben evangelische Christen die katholischen Pfarrer vorübergehend aus Lintorf. Später, 1662, kam es zu einem bemerkenswerten Religionsfrieden ins Lintorf. So einigte man sich etwa auf eine gemeinsame Hebamme und die Glocken von St. Anna läuteten beim Tod jedes Lintorfers, gleich welcher Konfession er war.

Pfarrer Frank Wächtershäuser erkälrt: „Im Reformationsjahr soll mit dem Ökumenischen Bibelprojekt bewusst ein ökumenischer Akzent
gesetzt werden.“ Die Inspiration Luthers durch Texte des Apostels Paulus soll in dem Projekt deutlich werden, das seit vielen Jahren die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Lintorf gemeinsam durchführen.Luther, so Wächtershäuser, habe 1517 keine neue Theologie erfunden, sondern die Gnade Gottes in den Texten des Paulus wiederentdeckt.

Luthers „Reformatorischer Entdeckung“ wollen die Lintorfer Christen an drei Gesprächsabenden nachgehen. Der Auftaktgottesdienst zum Ökumenischen Bibelprojekt 2017 befasst sich mit dem Brief an die Philipper (Phil.3, 4-14). Der Gottesdienst findet am Sonntag, 22. Januar, 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Johannes, Am Löken, statt.

Am Donnerstag, 16. Februar, 20 Uhr ist die Rechtfertigungslehre mit den Kerntexten aus dem Römerbrief (Röm. 1,16-17 und 3, 21-31) Thema des Ökumenischen Bibelprojektes. Die Teilnehmer treffen sich im evangelischen Gemeindezentrum am Bleibergweg.

Der zweite Brief an die Korinther (2. Kor. 5, 14-21) steht im Mittelpunkt der Veranstaltung am Dienstag, 7. März, 20 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum.

Beim letzten Termin am Dienstag, 28. März, 20 Uhr im Gemeindezentrum geht es um den Brief an die Galater (Gal.5,1-14).

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