Raupennester werden abgesaugt

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Ratingen. Der Eichenprozessionsspinner hat sich trotz erfolgter vorbeugender Bekämpfung in Ratinger an einigen Stellen mächtig breit gemacht. Die Haare der Raupenart können insbesondere zu Hautreaktionen, aber auch zu Atemwegsreizungen, Fieber oder einer Bindehautentzündung führen. Am vergangenen Wochenende gab es vor allem Hinweise am Grünen See und an der Eissporthalle. Feuerwehr und Ordnungsamt haben entsprechende Hinweisschilder aufgestellt und vier besonders stark betroffene Eichen im Erholungspark Volkardey mit Flatterband abgesperrt. Ab Dienstag, 12. Juni, wird eine von der Stadt beauftragte Spezialfirma mit dem Absaugen der Raupennester an rund 300 Eichen beginnen. 

Seit Mitte Mai läuft die vorbeugende Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Hierbei wurden über 350 Eichen im Stadtgebiet mit dem „Bazillus Thuringiensis“ besprüht. Dieses Präparat soll die Weiterentwicklung der Raupen des Eichenprozessionsspinners hemmen und so die Entwicklung der Gifthaare verhindern. Amtsleiter Frank Licht: „Dieses Verfahren hat in diesem Frühjahr witterungsbedingt erstmalig leider nicht den erwarteten Erfolg der vergangenen Jahrzehnte aufgezeigt.“

Am Grünen See sind Eichen im gesamten Park befallen. Nach Begutachtung durch das Ordnungsamt am vergangenen Sonntag waren die vorhandenen Nester bereits besprüht und die Larven oder Raupen schon tot. Da durch die Haare aber weiterhin eine Gesundheitsgefahr besteht und unter den Bäumen gerne Picknick gemacht oder sich aufgehalten wird, ist es notwendig, auch diese absaugen zu lassen.

Betroffen sind auch die Ratinger Wälder. Wie Ordnungsamtsleiter André Dietze in einem Gespräch mit Eberhard Piest, Leiter der Gräflich von Spee’schen Forstbetriebe, erfuhr, sei dort eine Bekämpfung jedoch faktisch nicht möglich. Letztlich handele es sich bei dem Eichenprozessionsspinner um ein Naturphänomen wie auch das vermehrte Auftreten von Zecken oder Wespen. Sein Tipp: Wenn man insbesondere mit Kindern die befallenen Eichen meidet, kann die Gefahr einer allergischen Reaktion minimiert werden. Wie immer in der Natur verbleibe aber ein gewisses Restrisiko.

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