Ratinger Sportler helfen Radmechaniker „Kimi“

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Ratingen. Den kommenden Sonntag, 1. Dezember, müssen sich die Sport- und Bewegungsfreunde in Ratingen, Düsseldorf und Umgebung unbedingt freihalten. An der Erlebniswelt Blauer See findet an diesem ersten Adventssonntag des Jahres die Wohltätigkeitsveranstaltung „Run – Bike to make Kimi great again“ statt. Mit diesem wollen die Organisatoren Byung Kuk Kim unterstützen, der lange Jahre einen Radsportladen in Düsseldorf führte und dabei vielen Rad- und Triathlonfreunden der Region immer einen persönlichen und tollen Service geboten hat. Ausgelöst durch Probleme mit der Wirbelsäule sitzt der in der Sportszene nur „Kimi“ genannte Radmechanikermeister im Rollstuhl und kämpft um seine Existenz und darum, wieder laufen zu können.

„Was Kimi in den letzten Jahren passiert ist, kann man kaum glauben. Momentan fehlt es vor allem an Geld für medizinische Hilfsmittel und hier wollen wir ein bisschen helfen“, sagt Georg Mantyk, der die Veranstaltung zusammen mit Petra Hüller und Alexander Heinz initiiert hat und umsetzt. Ab 11 Uhr starten drei geführte Mountainbiketouren, die in unterschiedlichem Tempo rund zwei Stunden durch das schöne Angertal und die angrenzenden Wälder fahren.

Ab 12 Uhr folgen fünf Laufgruppen, die Streckenlängen zwischen fünf und zwölf Kilometer in verschiedenen Tempogruppen absolvieren. Eine Zeitnahme wird nicht stattfinden, „da es uns nur darum geht, Kimi ein positives und sportliches Zeichen zu senden“. An Start und Ziel in der Erlebniswelt Blauer See wird zudem ein Veranstaltungs- und Aufenthaltsbereich mit gastronomischem Angebot aufgebaut. Alle Einnahmen werden an Byung Kuk Kim und seine Familie weitergeleitet.

Für den 43-Jährigen Kim beginnt im Frühjahr 2017 mit einem Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule, der in den Nervenkanal gleitet, eine kaum glaubliche Leidensgeschichte. Nach zwei erforderlichen Notoperationen sitzt „Kimi“ im Rollstuhl. Die erfolgreich anlaufende Rehabilitation wird durch eine Wundwasserblase mit Hirnwasser samt dritter, immerhin lebensrettender Notoperation torpediert. Im Laufe der weiteren Genesung erleidet der Familienvater aber immer weitere Rückschläge, darunter eine Entzündung der Beinnerven, eine verschobene Wirbelsäule durch das Lösen von Schrauben sowie mehrere Bandscheibenvorfälle. Entsprechend musste er seinen Meisterbetrieb „RADKIM“ im August 2017 schließen und so die Existenzgrundlage der Familie Kim aufgeben.

„Kimi hat große Schmerzen und schläft seit Monaten wegen dieser Schmerzen schlecht bis gar nicht“, beschreibt Mantyk die Situation. Es fehle eine bisher von der Krankenkasse nicht genehmigte Spezial-Matratze und ein ebenfalls nicht genehmigter luftgepolsterter Rollstuhl, um die Schmerzen ein wenig abfedern zu können. „Kimi hat immer jedem geholfen. Wenn es sein muss, hat er auch über Nacht an den Rädern geschraubt. Nun müssen wir ihm helfen und freuen uns über viele Teilnehmer und Besucher am 1. Dezember.“

„Run Bike to make Kimi great again“ am 1. Dezember mit Start und Ziel in der Erlebniswelt Blauer See, Zum Blauen See 22, ab 10 Uhr. Start der Mountainbiketouren ab 11 Uhr, der Laufgruppen ab 12 Uhr.

Weitere Information zur Veranstaltung auf www.facebook.com/events/447899702501115/. Gespendet werden kann für „Kimi“ auch unter www.leetchi.com/c/beastmode.

Bild von Sabine GENET auf Pixabay

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