Ratinger demonstrieren für Frieden

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Ratingen. Erst am Freitagmittag kam der gemeinsame Aufruf aller demokratischen Ratinger Parteien zur Friedensdemonstration auf dem Marktplatz. Trotzdem kamen schon am Abend gut einhundert Ratinger auf den Marktplatz, um gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine zu demonstrieren. Bürgermeister Klaus Pesch rief die Bürger auf, sich mit den Menschen in der Ukraine zu solidarisieren.

Um 18 Uhr versammelten sich Ratinger aus allen Stadtteilen auf dem Marktplatz vor dem Bürgerhaus. Auf einem Banner in den urkainischen Landesfarben blaugelb stand der Leitspruch der Kundgebung: Frieden für Europa. Die Stimmung war gedrückt. Die Teilnehmer zeigten erschüttert über das Vorgehen des russischen Präsidenten. Aber auch die jetzt offenkundig gewordenen Probleme der Bundeswehr waren Thema der Gespräche am Rande der Kundgebung.

Bürgermeister Klaus Pesch erklärte in einer kurzen Ansprache, dass er selbst noch vor wenigen Tagen diese Wendung nicht für möglich gehalten hätte oder vielleicht auch nicht für möglich halten wollte. Er sagte zu, dass die Stadt selbstverständlich Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen würde. Er erinnerte daran, dass in Ratingen Menschen mit russischen und ukrainischen Wurzeln friedlich zusammenleben. Er appellierte an alle, dass dies auch so bleiben solle.

Nach der Ansprache stellten die Teilnehmer der Kundgebung ihr roten Kerzen vor dem Bürgerhaus ab.

Ewald Vielhaus (CDU) hatte am Freitag mit den anderen Parteien gesprochen. Alle, SPD, Bürger-Union, FDP, Grüne und Die Partei, sagten sofort zu. Die Anmeldung der Demonstration war auch schnell erledigt. So konnte schon kurz nach Mittag die Bürger zur Solidaritätskundgebung mit der Ukraine aufgerufen werden. Rund 100 Ratinger folgten dem Aufruf.