Ratinger Demenzinitiative im Wandel

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Ratingen. Neues Logo, neue Gesichter, neue Öffnungszeiten – die Ratinger Demenzinitiative (RDI) nutzt den Sommer für Veränderungen, um als Ansprechpartner und Knotenpunkt der Demenzarbeit fit für die Zukunft zu bleiben. Bei Bewährten Angeboten wie dem „Memory Mobil“, das am Mittwoch, 29. August, auf dem Ratinger Marktplatz Halt macht, oder dem „Tanzcafé“, können Ratinger die „neue alte“ Demenzinitiative persönlich treffen.

Aus einer Initiative von Betroffenen und ihren Angehörigen heraus haben sich verschiedene Einrichtungen zusammengeschlossen, um wohnortnahe, niederschwellige Hilfe für Menschen mit Demenz zu ermöglichen. In den über zehn Jahren des Projektes ist der Bedarf weiter gestiegen. Deswegen baut das Fliedner Krankenhaus Ratingen als koordinierende Einrichtung sein Engagement in diesem wichtigen Bereich weiter aus.

„Uns liegt besonders am Herzen, Unterstützung zu geben bei der Krankheitsverarbeitung und –bewältigung im Hinblick auf ein selbstbestimmtes und freudvolles Leben im Alter“, beschreibt der Arzt Maximilian Meessen die Mission hinter der RDI. Dazu gehört für den Psychiater in erster Linie eine leicht zugängliche, kompetente und persönliche Beratung, die Möglichkeiten zum Umgang mit der Erkrankung aufzeigt. Kooperationspartner bieten dazu Seminare und Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige an. Zum wichtigen Netzwerk gehören der Aktivtreff 60+, der ambulante Pflegedienst Pflegeunion, die Kaiserswerther Diakonie, die Evangelische Kirchengemeinde Lintorf-Angermund und die AWO.

Ist eine weiterführende Therapie nötig, steht Oberärztin Hae-Yeon Cho  von der gerontopsychiatrischen Station des Fliedner Krankenhauses regelmäßig vor Ort im Laden in der Wallpassage zur Verfügung. Sie berät über Angebote in der Institutsambulanz oder im (teil)stationären Bereich. Auch die familiale Pflege des Fliedner Krankenhauses Lintorf, die sich an die Angehörigen richtet, wird vor Ort verstärkt angesiedelt.

 Neben der konkreten Beratung ist Chefarzt Meessen eines besonders wichtig: „Wir möchten (Selbst)Stigmatisierung entgegenwirken. Deswegen fördern wir auch die Begegnung von Gesunden und Menschen mit Demenz.“  Dazu zählen Angebote wie das Tanzcafé oder das „Memory Mobil“, das am 29. August auf dem Ratinger Marktplatz halt macht und über demenzielle Erkrankungen aufklärt.

Um die unterschiedlichsten Aufgaben und Ansprechpartner zu bündeln, ist Koordinatorin Gina Kuypers seit Mitte Juni verantwortlich. Für sie ist die Arbeit für die RDI Herzensangelegenheit. Als Fachkrankenschwester in der Gerontopsychiatrie begegnet sie täglich Betroffenen und weiß: „dass, niederschwellige, frühzeitige und individuelle Hilfe entscheidend zur Bewältigung des Alltages für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sind. Beides können wir in der RDI möglich machen.“

Foto: privat

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