Ratingen erhält europäischen Energiepreis

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Ratingen/Düsseldorf. In Ratingen erhielten jetzt – als Anerkennung für ihr mehrjähriges Engagement für die kommunale Energiewende – Ratingen, Schwalmtal, Schwerte und Kevelaer den European Energy Award (eea). Aus der Hand von Lothar Schneider, Geschäftsführer der Energieagentur NRW, und Ilga Schwidder von der Bundesgeschäftsstelle des European Energy Awards nahmen die Stadtspitzen der vier ausgezeichneten Städte das weiße Ortsschild entgegen. Darauf ist ihr Engagement dokumentiert. Alle Preisträger absolvierten ein mehrjähriges Energiemanagementprogramm und wurden nach einer entsprechenden Prüfung zertifiziert.

Die Stadt Ratingen nimmt seit 2010 am eea teil. Zur Preisverleihung formulierte die Energieagentur NRW: „Die Stadt Ratingen setzt auf eine nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik, um den Energieverbrauch und die Klimabelastungen zu reduzieren.“

Besondere Erwähnung fand die Friedrich-Ebert-Realschule, in der in diesen Sommerferien die komplette Beleuchtung auf LED umgestellt worden ist. Die jährliche Energieeinsparung, die durch dieses Modellprojekt erzielt werden kann, beträgt rund 73.000 Kilowattstunden, das sind rund 71 Prozent des Energieverbrauchs, der jährlich an der Realschule für die Beleuchtung anfällt. Dadurch werden die CO2-Emissionen um 863 Tonnen reduziert.

In seiner knappen Begrüßungsansprache hob Bürgermeister Klaus Pesch ein weiteres Vorzeigeprojekt hervor, bei dem zahlreiche Möglichkeiten des energiesparenden Bauens gezielt genutzt wurden: den im letzten Jahr fertiggestellten Mehrgenerationentreff Tiefenbroich. Dort liegt der Energieverbrauch um 40 Prozent niedriger als gesetzlich vorgeschrieben. Dies wird durch eine besonders gute Dämmung der Wände und Fenster erreicht, aber auch durch geschickte Planung. Für gute Luft sorgt eine Lüftungsanlage, die zugleich Wärme zurückgewinnt. Nur wenn das nicht ausreicht, wird in der kalten Jahreszeit die Zusatzheizung eingeschaltet. Auf dem begrünten Dach befindet sich eine Fotovoltaikanlage. Die produziert bei guten Sonnenbedingungen etwa 10.000 Kilowattstunden im Jahr.

Lothar Schneider (von links), Bürgermeister Klaus Pesch, Umweltdezernent Martin Gentzsch, Energiemanager Michael Heck, Cathrin Campen, Klimanetzwerkerin der Energieagentur NRW im Regierungsbezirk Düsseldorf, und Ilga Schwidder, Geschäftsführerin eea-Bundesgeschäftsstelle. (Foto: EnergieAgentur.NRW)

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