Radweg nach Ratingen wird saniert und beleuchtet

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Lintorf. Der Radweg zwischen der L239 (Blyth-Valley-Ring) und den Eisenbahngleisen wird zwischen Lintorf und der Brücke nach Tiefenbroich erneuert. Auf der gesamten Strecke soll er beleuchtet werden. Das beschloss der Rat auf Vorschlag der Verwaltung. Die Sanierung ist noch für dieses Jahr geplant.

„Nun folgt mit dem Blyth-Valley-Ring die wohl wichtigste Verbindung zwischen zwei Ratinger Ortsteilen“, sagt Baudezernent Jochen Kral. Diese wichtige Achse weist mehrere gravierende Mängel auf. Erstens ist der Zustand der Fahrbahn zwischen Lintorf und Tiefenbroich sehr schlecht. Zweites ist die Strecke bis auf die Kreuzungspunkte unbeleuchtet. Dies ist besonders deshalb ein Problem, da es auf der viel befahrenen L239 praktisch pausenlos Gegenverkehr gibt. Gegen die Blendwirkung der Scheinwerfer  kommen selbst gute Fahrradlampen nicht an. Drittens verhindern zahlreiche beampelte Einmündungen auf dem östlichen Radweg die zügige Fahrt. In Richtung Norden besteht für diesen Radweg aber eine Benutzungspflicht.

Dies soll sich nun ändern. Der Radweg auf der westlichen Straßenseite, in dessen Verlauf es auf den gesamten vier Kilometern keine einzige Einmündung gibt, soll als Zweirichtungsradweg ausgewiesen werden, sobald die Arbeiten abgeschlossen sind. Da wegen der knappen Kapazitäten beim Landesbetrieb Straßen NRW mit einer baldigen Sanierung des Radwegs nicht zu rechnen war, hat die Stadt Ratingen angeboten, die Maßnahme gegen Kostenerstattung (etwa 680.000 Euro) durchzuführen. Die entsprechende Vereinbarung ist bereits verhandelt. Die Kosten für die Beleuchtung (480.000 Euro) trägt die Stadt.

„Wir hätten den Weg auch gern verbreitert“, sagt Baudezernent Kral, „doch offene Grunderwerbsfragen hätten den Planungsprozess unkalkulierbar in die Länge gezogen.“ Allerdings soll geprüft werden, ob der Weg nicht punktuell moderat ausgebaut werden kann. Der östliche Weg wird zum Fußweg, darf auch auch von Radfahrern genutzt werden.

Die Radwegsituation an der Tiefenbroicher Straße ist unbefriedigend. „Da befinden wir uns zurzeit in der Prüfung“, so Kral. Eine Chance bietet sich bei einer bevorstehenden größeren Kanalbaumaßnahme. Dafür muss eine Baustraße von der Tiefenbroicher Straße entlang der Gleise bis zum Konrad-Adenauer-Platz errichtet werden, die gegebenenfalls schon vor der eigentlichen Baumaßnahme auch als direkte Radverbindung ins Lintorfer Ortszentrum dienen kann. Über die Wedauer Straße und einen Radweg auf der stillgelegten Bahntrasse quer durch Lintorf könnte schließlich mittelfristig eine Anbindung an den sanierten Radweg an der K19 nach Breitscheid hergestellt werden.

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