Polizei zieht E-Roller aus dem Verkehr

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Tiefenbroich. Die Kreispolizeibehörde Mettmann warnt davor, so genannte Elektro-Scooter im Straßenverkehr zu nutzen. Unter Umständen begehen die Fahrer damit nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern sogar eine Straftat.

So erging es Mittwoch, 5. Dezember, auch einem 51-Jährigen, der gegen 9:20 Uhr Am Roten Kreuz Polizisten auf einem solchen E-Scooter entgegen kam. Er sah aus wie ein Tretroller, wie er häufig von Kindern genutzt wird.

Da der Mann mit dem E-Roller augenscheinlich deutlich schneller als die erlaubten sechs Stundenkilometer unterwegs war, hielten ihn die Polizisten an. Sie stellten fest, dass der Roller mit einem 250-Watt-Elektromotor betrieben wurde und eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometer erreicht. Der Eigentümer gab an, diesen im Elektrofachhandel gekauft zu haben.

Die Polizei stellt klar, dass es sich bei einem solchen E-Scooter um ein Kraftfahrzeug handelt und zugelassen werden muss. Zudem müssen solche Fahrzeuge auch versichert werden. Kann diese Versicherung nicht vorgewiesen werden, ist die Polizei aufgrund des Strafverfolgungszwangs verpflichtet, Strafanzeige zu erstatten. Ob es zu einer Anklage kommt, bleibt der Staatsanwaltschaft vorbehalten. Dem 51-jährigen Ratinger wurde die Weiterfahrt untersagt.

Die Polizei appelliert: Grundsätzlich sollte vor Gebrauch von derartigen Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr deren besonderen Zulassungspflichten geprüft werden. Gerade Eltern sollten darauf achten, welche Art von „Spielzeug“ sie ihren Kindern zur Verfügung stellt. Diese sind im freien Handel erhältlich und auf die Nutzungsbedingungen wird oftmals nur unzureichend hingewiesen. Von derartigen „Kraftfahrzeugen“ geht eine erhöhte Unfallgefahr aus – zudem müssen die Pflichten zur Versicherung sowie zur ordnungsgemäßen Zulassung beachtet werden. Unter Umständen ist auch eine Fahrerlaubnis nötig, um einen solchen E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr in Betrieb zu nehmen.

Foto: Polizei

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