Polizei stellt mutmaßliche Autodiebe

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Hösel. Am noch frühen Dienstagmorgen, 7. Dezember, wurde eine nächtliche Streifenfahrt einer aufmerksamen Streifenwagenbesatzung zum Volltreffer: Gegen 3:15 Uhr stellten Beamte der Polizei Ratingen zwei Männer, welche augenscheinlich versucht hatten, ein Fahrzeug zu entwenden. Die 29 und 31 Jahre alten Osteuropäer wurden vorläufig festgenommen, ihr mit drehbaren Auslandskennzeichen ausgestattetes Fahrzeug sichergestellt.

Gegen 3:15 Uhr beobachtete eine Streifenwagenbesatzung zwei dunkel gekleidete Männer, welche sich fußläufig über den Peddenkamp. Bei Erblicken des Streifenwagens flüchteten diese zunächst in Richtung Rehweg. Die Beamten nahmen unmittelbar die Verfolgung auf und konnten einen der Männer in einer Garageneinfahrt stellen. Sie fanden im Rucksack des 31-jährigen Osteuropäers Handschuhe, mehrere Mobiltelefone und einen Funkwellenverlängerer, welcher von Dieben hochwertiger Fahrzeuge zur Überbrückung der sogenannten „keyless-go“-Systeme genutzt wird.

Während der 31-Jährige vorläufig festgenommen wurde, flüchtete der zweite Mann unerkannt in unbekannte Richtung.

Bei einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung kontrollierten die Polizisten einen auf dem Rehweg abgestellten Opel Zafira mit ausländischen Kennzeichen. Im Fahrzeug saß ein 29-jähriger Osteuropäer, bei dem die Polizisten einen weiteren Funkwellenverlängerer fanden. Außerdem lagerten Werkzeuge und Wechselkleidung im Innenraum. Eine Prüfung des Fahrzeuges ergab, dass das an dem Fahrzeug angebrachte ausländische Kennzeichen nicht auf den Opel Zafira zugelassen war. Bei einer genauen Inaugenscheinnahme des Kennzeichens machten die Beamten eine erstaunliche Feststellung: An dem drehbaren Kennzeichen war auf der Rückseite eine weitere, ebenfalls ausländische Zulassung angebracht. Auch dieses Kennzeichen war nicht auf den Opel zugelassen.

Der 29-jährige Fahrzeugführer wurde vorläufig festgenommen und beide Tatverdächtigen wurden zur Polizeiwache Mettmann gebracht. Der Opel Zafira wurde zur Beweissicherung sichergestellt.

Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts des versuchten Fahrzeugdiebstahls sowie wegen Urkundenfälschung ein. Die Kriminalpolizei übernahm die weitere Bearbeitung und führte weitergehende Fahndungsmaßnahmen nach dem derzeit vermutlich noch flüchtigen, dritten Tatverdächtigen durch.

Gegenstand der Ermittlungen ist ebenfalls die Frage, ob es an der Tatörtlichkeit tatsächlich zu einem Fahrzeugdiebstahl oder einem konkreten Diebstahlsversuch gekommen ist.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zu dem Tatgeschehen tätigen können, werden gebeten, sich jederzeit mit der Polizei Ratingen, Telefon 02102 / 9981 6210, in Verbindung zu setzen.

Foto: Polizei