Pilgern auf den Spuren von St. Gunther

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Rinchnach/Bayrischer Wald (epr). Beim Pilgern entschleunigen und zu sich selbst finden – dafür muss man nicht extra nach Spanien reisen. Auch hierzulande gibt es mit dem Gunthersteig einen Pilgerweg, der durch unberührte Natur führt und spektakuläre Panoramablicke bietet. Rund 160 Kilometer liegen zwischen dem Startpunkt Niederalteich am Fuße des Bayerischen Waldes und Blatná in Tschechien.

Die ruhige Pilgerroute lässt sich in neun Tagesetappen einteilen und bequem im eigenen Tempo erwandern. Die zwischen 14 und 22 Kilometer langen Touren durch Bayerischen Wald und Böhmerwald folgen den Spuren des Volksheiligen St. Gunther, der im 11. Jahrhundert lebte und das Kloster Rinchnach gründete. Der Gunther-Ort Rinchnach ist die älteste Kulturstätte des Mittleren Bayerischen Waldes.

Neben der ehemaligen Klosteranlage in Rinchnach säumen zahlreiche Kapellen und Kirchen die Wegstrecke, auf der die Pilger zu innerer Ruhe und Gelassenheit finden. Einen Großteil dazu trägt auch die wunderschöne Landschaft bei, die mit ihrem sanften Grün, ihren Hügeln und Tälern, ihren Wiesen und Wäldern ein echter Augen- und Seelenschmaus ist.

Markierungszeichen des Gunthersteigs ist auf deutscher Seite übrigens eine Rodungshacke. Schließlich haben der Benediktinermönch und dessen Glaubensbrüder die Besiedelung der Waldwildnis erst möglich gemacht. Das Beste: Im Sommer 2022 sind geführte Wanderungen auf allen Etappen des Gunthersteigs geplant – auch auf tschechischer Seite.

Mehr unter www.gunthersteig.com.

Von der Aussichtsplattform im Rinchnacher Hochwald hat man einen tollen Panoramablick auf Rinchnach und die Wallfahrtskirche Frauenbrünnl. (Foto: epr/ARBERLAND/©woidlife photography)