Pflegeschüler besuchen Haus Bethesda

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Lintorf. Zu einer wertvollen Begegnung kam es im Haus Bethesda. Die Teilnehmer einer gerontopsychiatrischen Weiterbildung des Lotte-Lemke-Bildungswerks aus Marl besuchten die Einrichtung der Theodor Fliedner Stiftung am Thunesweg. Die Kooperation zwischen der AWO-Einrichtung und dem Haus Bethesda besteht bereits seit mehreren Jahren.

„Unser Konzept eines Zuhauses vermitteln wir gern“, betont Einrichtungsleiterin Gisela Neldner. Zum Kennenlernen berichtet sie gemeinsam mit der Leiterin des Sozialen Dienstes, Susanne Schmalenberg, von den Besonderheiten der Wohngemeinschaften mit Demenz im Haus Bethesda.

„Wir achten jeden Menschen individuell und ganz fokussiert auf das Krankheitsbild Demenz“, so Susanne Schmalenberg. Dass dieser Satz im Haus Bethesda keine Worthülse ist, macht sie an einigen Beispielen fest. „Bei uns gibt es keine geregelten Bettzeiten, wenn eine Bewohnerin es gewohnt war, lange zu schlafen, werden wir das nicht ändern.“ Derartige, teils banal erscheinende, Gewohnheiten könne man mit einer Demenz nur schwer ändern. „Daher machen wir uns für jeden Bewohner Notizen mit Vorlieben oder zur persönlichen Geschichte.“

Gespannt hörten die Teilnehmer zu und stellen auch Fragen. Im Anschluss gab es einen Rundgang durch die Einrichtung. 52 Plätze für Menschen mit Demenz bietet das Haus Bethesda an, die Nähe zum benachbarten Fliedner Krankenhaus ist ein weiterer Pluspunkt. „Auf dem Campus bündeln wir fachliches Wissen und können ideal und vor allem schnell die fachärztliche Versorgung sichern.“

Zwei Mal im Jahr kommen die Kurse der AWO aus Marl nach Lintorf, für 2020 sind die nächsten Besuche schon vorgemerkt. Mit der Wissensweitergabe kommt das Haus Bethesda auch einem selbstauferlegten Leitspruch der Theodor Fliedner Stiftung nach. Im 175. Jahr des Bestehens heißt es: Gemeinsam Perspektiven gestalten.

Foto: privat

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