Paul Spiegel Filmfestival in der Black Box

Werbung

Düsseldorf. Fünf Tage, zehn Filme, spannende Gäste und ein Konzert zum Abschluss – bereits zum zwölften Mal geben das Filmmuseum und die Jüdische Gemeinde Düsseldorf die Gelegenheit beim Paul Spiegel Filmfestival in die jüdische Kultur einzutauchen. Unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ zeigt das Programm von Sonntag, 19. Februar, bis Donnerstag, 23. Februar, eine Auswahl von Dokumentar- und Spielfilmen in der Black Box, Schulstraße 4, die sich auf unterschiedliche Weise mit jüdischer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen.

Mit einer Vorpremiere vor dem deutschen Kinostart von Robert Bobers neuem Dokumentarfilm „Wien vor der Nacht“ wird das Festival am Sonntag, 19. Februar, 15 Uhr eröffnet. Bobers neuer Film ist ein sehr persönlicher Blick auf die Stadt Wien und das Leben seines Großvaters. Er lädt die Zuschauer auf einen imaginären Spaziergang durch die Stadt ein und entspinnt aus der Perspektive des Enkels Geschichten, die vom jüdischen Leben und den intellektuellen Strömungen der Zeit vor rund 100 Jahren berichten. Im Anschluss lädt das Festival zu einem kleinen Umtrunk im Foyer des Filmmuseums.

Ein Höhepunkt des Festivals ist der Abend mit Filmschaffenden am Montag, 20. Februar. Um 18 Uhr wird der Film „Linie 41“ gezeigt. Er handelt von zwei Männern auf Spurensuche in der Vergangenheit. Einerseits ein Jude, der im Ghetto in Lodz aufwuchs und sich nun auf die Suche nach dem tragischen Schicksal seiner Familie begibt. Andererseits ergründet der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters von Lodz, der ein ranghoher Nazi war, seine Familiengeschichte. Im Zuge der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit kommt es zu Begegnungen, die die beiden Männer nicht für möglich gehalten hätten. Die Regisseurin Tanja Cummings wird anwesend sein und spricht anschließend mit dem Publikum über ihren Film. Um 20.30 Uhr präsentiert die Regisseurin Eren Önsöz ihr Werk „Haymatloz“. Direkt nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professoren ihre Stellungen an deutschen Universitäten. Was die Wenigsten wissen: zahlreiche jüdische Intellektuelle flüchteten in das unbekannte Exilland Türkei. Die Filmemacherin Eren Önsöz begleitet die letzten Nachkommen dieser Professoren an Schauplätze ihrer Kindheit.

Zum Abschluss des Filmfestivals am Donnerstag, 23. Februar, lädt die Jüdische Gemeinde zu einer kostenlosen Veranstaltung in den Leo-Baeck-Saal, Paul-Spiegel-Platz 1, ein. Der Film „The Other Europeans in: Der Zerbrochene Klang“ spürt der jüdisch-romanischen Musikkultur nach. Im Anschluss, circa 20.30 Uhr, tritt die Gruppe „Klezmer Tunes“ auf. Das Trio interpretiert jüdische Klezmermusik neu und mischt sie mit verschiedenen modernen musikalischen Einflüssen aus Jazz, Funk oder Rock ’n‘ Roll.

Mehr Information im Internet

Foto: Koch Media die Filmagentinnen

 

Werbung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.